FC Basel

Trainingsauftakt beim FCB: Von Abwesenden und Arbeitspapieren

Marcel Koller (hier im Gespräch mit Ricky van Wolfswinkel) stand beim Trainingsauftakt im medialen Fokus.

Marcel Koller (hier im Gespräch mit Ricky van Wolfswinkel) stand beim Trainingsauftakt im medialen Fokus.

Beim Trainingsauftakt des FC Basel sind die Fragen nach den fehlenden Kaderspielern sowie der Zukunft des Cheftrainers dominierend.

Nein, auch beim zweiten Blick ist er nicht da. Silvan Widmer fehlt beim Trainingsauftakt des FC Basel am Freitagmorgen. Genau so wie die Südamerikaner Arthur Cabral, Eric Ramires, Omar Alderete und Blas Riveros - oder auch Zdravko Kuzmanovic und Yves Kaiser. Die grosse Aufregung, sie bricht bei den doch zahlreich erschienen Medienschaffenden aber nicht aus. Denn abgesehen von Kaiser, der leihweise zu Schaffhausen geht bis im Sommer, fehlt keiner aus transfertechnischen Gründen. Kuzmanovic ist noch immer im Aufbau und die Südamerikaner reisen extra eine halben Tag und nicht extra eine ganzen Tag später an (vergleiche Interview).

Dann wäre da nur noch Silvan Widmer. Der einzige nominelle Rechtsverteidiger im FCB-Kader fehlt. Und seine Abwesenheit fällt auf. Sie fällt zusammen mit dem Gedanken: Nicht er auch noch! Denn diese Vorbereitung steht schon unter dem Schatten der vier (oder möglicherweise auch nur drei) gesperrten Akteure für das Auftaktspiel gegen die Berner Young Boys am 26. Januar. Bereits muss der Trainer auf die Achse aus Eray Cömert, Taulant Xhaka und Arthur Cabral verzichten. Und eventuell auch auf Stocker (siehe hier). All diese Leistungsträger zu ersetzen - plus möglicherweise Widmer - es ist eine Herkulesaufgabe für Marcel Koller.

Passend wie die Faust aufs Auge

Apropos Marcel Koller. Ob der logischen Absenzen beim Trainingsauftakt und den ausgebliebenen Kader-Mutationen über die Feiertage war es der Trainer, der am Freitag im medialen Fokus steht. Denn nicht nur das Arbeitspapier vieler Spieler läuft in diesem Sommer aus, sondern auch jenes des Cheftrainers. Zwar würde sich sein Vertrag bei einem allfälligen Meistertitel automatisch um ein weiteres Jahr verlängern - wie das auch bei den früheren Basler Meistertrainer der Fall war - und dennoch darf nicht damit gerechnet werden, dass der FCB bis im Sommer mit dieser Entscheidung zuwartet. Schliesslich lobt Sportchef Ruedi Zbinden den Trainer, den Staff und deren Arbeit auch öffentlich und sagt Koller darauf angesprochen: «Unser Austausch war immer gut. Und wenn Ruedi das auch so sieht, dann passt das wie Faust aufs Auge.»

Ohnehin zeigt sich Koller bei den neuerlichen Fragen zu seiner Person wie schon im turbulenten vergangenen Sommer sehr gelassen. «Es ist ja noch ein ganzes halbes Jahr, bis mein Vertrag ausläuft», sagt er nach dem ersten Training des Jahres. Die Situation sei aus seinen Augen klar, sollte sich etwas verändern, werde man dies erfahren, so Koller. Klar ist auch aus seiner Sicht: «Ich habe Lust, weiter zu machen hier. Ich habe immer Lust auf dem Platz zu stehen und mit den Jung etwas zu entwickeln.» Schliesslich wolle man als Trainer immer weiter an dem arbeiten und weiterentwickeln, was man angefangen habe. «Und ich denke, in den bisherigen eineinhalb Jahren haben wir etwas Gutes hin gekriegt.»

Kurzfristig ist klar, wie es weiter gehen soll. Koller und seine Spieler fliegen am Dienstag nach Andalusien in die Sonne. Dort holt sich der FCB den Schliff, um am 26. Januar beim Spitzenspiel bereit zu sein. Mit im Training dabei sind in Südspanien dann auch die Südamerikaner - und hoffentlich Silvan Widmer.

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