Volleyball

Traktor Basel nutzt Überheblichkeit des Gegners beinahe aus

Das Spiel zwischen Traktor und Amriswil war entgegen der Erwartungen ausgeglichen.

Das Spiel zwischen Traktor und Amriswil war entgegen der Erwartungen ausgeglichen.

Traktor Basel überzeugt im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen Qualifkationsgewinner LINDAREN Volley Amriswil mit einer tollen Teamleistung, kann aber einen Entscheidungssatz knapp nicht erzwingen.

Amriswil reiste nach Basel, um nach eigener Aussage das zweite Playoff-Viertelfinalspiel gegen Traktor Basel «möglichst kräfteschonend mit 3:0 zu gewinnen». Im Matchbericht von der ersten Playoff-Partie der beiden Teams liessen die Ostschweizer zudem verlauten, sie können sich nicht vorstellen, dass sie mehr als das Minimum von drei Partien brauchen würden, um den Halbfinaleinzug sicherzustellen.

Die Fakten auf dem Papier sind tatsächlich allen klar, auch den Baslern mit «nur» Schweizer Spielern auf dem Matchblatt: Amriswil ist haushoher Favorit in dieser Playoff-Begegnung, nur schon ein Satzgewinn von Traktor wäre eine Überraschung. Doch wer das Maul aufmacht, muss auch liefern. Dies wollten die Ostschweizer zu Beginn des Matches mit der zweiten Garnitur bewerkstelligen. Für Amriswil steht am Sonntag noch das wichtige Cup-Halbfinalspiel gegen Luzern auf dem Programm, deshalb wollten die Thurgauer ihre Stammkräfte schonen.

Die Partie startete ausgeglichen. Traktor Basel – bei denen übrigens mit Nathan Broch und Jonathan Jordan ebenfalls zwei Stammkräfte nicht auf dem Matchblatt standen, dafür aber einige 1.Liga-Spieler ins Kader rückten – startete überzeugt in die Partie. Der Underdog spielte befreit und unbeeindruckt auf, servierte stark und versenkte die Angriffe eins ums andere Mal in der gegnerischen Platzhälfte. Auch die Zuschauer waren hellwach und fieberten mit der Mannschaft mit, bis der erhoffte Satzgewinn für Basel Tatsache war.

Traktor zwingt Amriswil zu Spielerwechseln

In den Sätzen zwei und drei fand dann Amriswil besser ins Spiel. Im zweiten Satz wechselte Amriswil den Schweizer Nationalspieler Djokic ein, welcher dem Spiel der Ostschweizer sichtlich guttat. Im Verlaufe der Partie standen dann immer mehr Stammkräfte auf der Seite von Amriswil auf dem Feld. Es war wohl doch nicht eine ganz so einfache Aufgabe, wie sich das die Ostschweizer ausgedacht hatten.

Im vierten Satz spielten die Basler wieder wie aus einem Guss und lagen beim zweiten Technical Timeout mit 16:11 in Führung. Doch die Ostschweizer kamen Punkt um Punkt wieder näher und glichen beim Stand von 16:16 aus. Eine hektische Phase folgte, in der sich Traktor-Spieler Piero Müller unglücklich am Sprunggelenk verletzte und anschliessend medizinisch betreut werden musste. Doch die Basler liessen sich von der Aufholjagd der Thurgauer und der Verletzung von Müller nicht beirren und lagen zum Ende des Satzes mit 23:21 vorne. Amriswil konterte aber umgehend und hatte beim Stand von 24:23 Matchball. Den ersten konnten die Basler noch abwehren, mussten sich am Ende aber nach einer hervorragenden Teamleistung doch noch dem Favoriten mit 1:3 geschlagen geben.

Die nächste Partie in der Serie «best-of-five» findet am Mittwoch in Amriswil statt.

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