Da fieberten die Fans auf dem Wasserturmplatz, unterstützten ihre Idole lautstark, trommelten an die Werbebanden und verfolgten das Renngeschehen auf der Grossleinwand gespannt. Und sie wurden keineswegs enttäuscht. Vor allem den Schweizer Männern glückte eine brillante Darbietung, landeten doch Daniel Hubmann und der Möhlener Matthias Kyburz einen Doppelsieg.

Der Pratteler Fabian Hertner als Vierter und Martin Hubmann als Sechster rundeten das eindrückliche Klassement ab. Und das Ganze war garniert mit Spannung pur. Drei Sekunden nur trennten im Ziel Hubmann und Kyburz.

Starke Präsenz der Schweizer Männer

«Es gelang mir, meine physischen Qualitäten nochmals voll auszuspielen», sagte der Thurgauer Hubmann. Und Kyburz, der Weltmeister von 2012, hielt fest: «Technisch hatte ich alles im Griff, aber physisch konnte Daniel einen Tick schneller laufen.» Freude bekundete er trotzdem. Sein Ziel, einen Podestrang im Weltrcup-Gesamtklassement, glückte: Er schob sich von Platz 5 auf den dritten Schlussrang vor.

Eine Verbesserung gelang auch Fabian Hertner, der in der Schlussphase zwar den Podestrang im Finalrennen knapp verfehlte, aber dank Rang 4 in der Gesamtwertung auf Platz 2 vorstiess. Hubmann hatte als Sieger bereits vor diesem Weltcup-Final-Wochenende festgestanden. Eine imponierende Schweizer Präsenz.

Wyder und die Sackgasse

Nicht gleich erfolgreich schlossen die Schweizer Frauen die Saison ab. Den angesteuerten Sieg verpasste Sprint-Weltmeisterin Judith Wyder – dies, nachdem sie bei der Zwischenzeit noch in Führung gelegen hatte. «Ich lief angriffig, konzentriert und stark, aber mir unterlief ein dummer Routenwahlfehler», sagte sie. Diese Wahl führte sie in eine Sackgasse und kostete sie wohl mehr als die 10 Sekunden, die sie schliesslich von Siegerin Alexandersson trennten.

Gleichzeitig empfand die Bernerin aber grosse Genugtuung über ein starkes Rennen, das mit dem Podestrang endete. «Nach der Verletzungs- und Krankheitspause im Sommer und dem kurzen Wiederaufbau, konnte ich mich nochmals in guter Form präsentieren», hielt sie fest.

Der zweite Schlussrang im Weltcup bestätigt ihr dies eindrücklich. Dass der vor dem Finalwochenende theoretisch noch mögliche Gesamtsieg illusorisch gewesen wäre, demonstrierte die neue Siegerin Tove Alexandersson mit ihrem gestrigen Triumph eindrücklich. Für Judith Wyder war dies nicht belastend: «Mit meinen drei WM- und EM-Goldmedaillen war die Saison längst schon viel erfreulicher als erwartet.»