Handball
Traumstart mit schlechtem Ende für den TV Möhlin

Der TVM verlor zwar seine dritte Partie gegen den momentanen Tabellenleader Suhr Aarau klar, aber was die Mannschaft in der ersten Spielzeit aufs Parkett zauberte (Pausenstand 17:15), verdient beste Noten!

Christine Steck
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Jonas Buholzer wirft zielsicher.

Jonas Buholzer wirft zielsicher.

Michi Mahrer

Wenn auch der TV Möhlin als Verlierer der Heimpartie gegen den Grossen vom Platz ziehen musste, so wusste das Team von Zoltan Cordas die rund 400 anwesenden Zuschauer in den ersten dreissig Minuten zu begeistern. Die Fricktaler eröffneten die Partie mit dem ersten Treffer durch Sebastian Kaiser und wer erwartet hätte, dass die Gäste prompt nachzogen, sah sich bald eines Besseren belehrt, denn Kaiser holte bereits zum nächsten Schlag aus und brachte den TVM mit 2:0 in Führung.

Erst in der siebten Minute schoss Aufdenblatten das erste Tor für seine Mannschaft (4:1). Die Möhliner spielten agil, waren passsicher und arbeiteten sich die Bälle behende zu, damit die Schützen erfolgreich abschliessen konnten. Zudem parierte Rok Jelovcan hinten unglaublich stark und ermöglichte es, dass vorne wieder das Kollektiv arbeiten konnte. Beim 6:1 durch Teamcaptain Sandro Soder und einem erfolglosen Wurf durch Beau Kägi, reüssierte dafür Marcus Hock mit einem Gegentreffer.

Markus Jud, neuer Trainer beim HSC, bezog daraufhin sein Timeout: Zehn Minuten waren vorbei und seine Männer mit sechs Treffern im Rückstand. Das muss auch für ihn ein bitterer Auftakt gewesen sein. Seine Ratschläge brachten Suhr nicht spürbar in Front, dafür warf Hock munter Tore und avancierte zum besten Torschützen (9). Die Gäste versuchten derweil ihren Rückstand wettzumachen und ihre Organisationsphase zu strukturieren.

Das vollendete vor allem Routinier Misha Kaufmann via Rückraum (8:4, 9:5), ansonsten suchten sie die Abstimmung oder leisteten sich zu viele kleine Fehler. Auf der anderen Seite trafen Doormann und Schröder erneut für den TVM, welches nun in der 21.Minute mit sechs Toren (14:8) Vorsprung führte. Dem Heimpublikum gefiel die Vorstellung. Erst gegen Ende der ersten Hälfte, holte der Gegner unerbittlich auf und verkürzte zum Pausenstand von 17:15.

Verpatzte zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel spürte man die Zielstrebigkeit auf Seiten der Gäste, welche jetzt aggressiver in den Zweikampf gingen und mit mehr Biss spielten. Stevan Kurbalija schoss bald den Anschlusstreffer und Misha Kaufmann traf mittels Siebenmeter zum Ausgleich 17:17 (32‘). Möhlin versuchte präsent zu sein, scheiterte jetzt aber mehr mit verpatzten Aktionen vor dem Gegentor. Dafür liess sich nun Suhr keine Blösse und nutzte seinen Schwung um die Führung auszubauen.

Nach Schröders 20:23 (40‘) dauerte es danach zehn Minuten, ehe Hock zum 21:27 «verkürzen» konnte. Die bemerkenswerte Einzelaktion durch Jonas Buholzer, als er mit einem eroberten Ball vors gegnerische Tor preschte und Tobias Wipf kaltblütig überlistete, täuschte nicht darüber hinweg, dass der TVM nur drei Treffer erzielte, während die Gäste in derselben Zeitspanne siebenmal einnetzten.

Als Suhr abschliessend noch mit einem zusätzlichen Feldspieler und ohne Torhüter spielte, löste es damit einige Hektik auf dem Feld aus. Zudem wurde das Nervenkostüm beider Trainer angefacht, die sich an der Seitenlinie über umstrittene Schiedsrichterentscheide echauffierten. Fazit: herausragende erste Halbzeit mit leider zu wenig Treffern nach der Pause.

Möhlin mit: Jelovcan (13/40), Bamert (1/4); Wirthlin M. (2), Buholzer (3), Doormann (2), Soder (1), Hock (9), Schröder (3), Kaiser (3).