Badminton

Trifft Uni Basel auf künftige Teamkollegen?

Solothurns Sanya Herzig in Aktion.

Solothurns Sanya Herzig in Aktion.

Der Badmintonclub Solothurn spielt am Wochenende gegen Uni Basel. Weil sich die Solothurner Ende Saison aus der NLA zurückziehen, könnten Spieler bald zum sonntäglichen Gegner wechseln.

Badminton-Aufsteiger Uni Basel ist vier Spiele vor Qualifikationsende auf NLA-Playoff-Kurs. Am Sonntag steht das Spiel gegen Solothurn an, dessen Spielerinnen und Spieler neue Klubs suchen.

Die Ausgangslage ist klar: Der SC Uni Basel, aktuell Vierter in der höchsten Badminton-Spielklasse, will seinen Platz festigen und sich damit den letzten Playoff-Platz sichern. Das Team Solothurn hingegen steht in den verbleibenden vier Runden vor Kehraus-Spielen – da der Rückzug des Teams per Ende Saison mittlerweile feststeht. Die Solothurner haben aber betont, dass sie die Saison sportlich fair abschliessen wollen. Für Uni Basel dürfte das Spiel vom Sonntag deshalb kaum zum Selbstläufer werden.

Das bestätigt auch Michi Ruch, Sportchef von Uni Basel: «Wir wissen, dass das Team Solothurn auf keinen Fall jetzt noch die Liga verfälschen will», sagt er. Deshalb müsse jedes Spiel der Begegnung zuerst einmal gewonnen werden. Und natürlich kann der Rückzugsentscheid der Solothurner das Team auch befeuern: «Obwohl man die Spielerinnen und Spieler und vor allem auch deren Potenzial in der Szene kennt, sind die noch ausstehenden Runden für sie sicher auch eine Chance, sich zu präsentieren», sagt Ruch.

Das Team Solothurn hatte in der vergangenen Woche seinen Rückzug per Ende Saison bekannt gegeben. Als Hauptgründe dafür gaben die Solothurner den Ausstieg des Hauptsponsors Raiffeisenbank und der fehlende Nachwuchs an. Wie es für die Spielerinnen und Spieler des aktuell Zweitletzten der NLA weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. Allerdings dürfte das Interesse auf dem nicht gerade florierenden Markt für Badminton-Spielerinnen und -Spieler gross sein. Kommt hinzu, dass der Verband auf die neue Saison hin eine wichtige Regeländerung beschlossen hat: Neu muss in sechs (bisher fünf) der insgesamt acht Partien einer Begegnung mindestens ein Schweizer oder ein Spieler mit einer entsprechenden Lizenz im Einsatz stehen.

«Interessante Optionen»

«Natürlich ergeben sich durch Solothurns Rückzug auch für uns interessante Optionen im Hinblick für die nächste Saison», sagt Uni Basels Sportchef Ruch. Konkreter will er sich zu diesem Thema aber nicht äussern. Zwei Teammitglieder von Solothurn haben indes einen direkten Bezug zu Uni Basel: Sowohl Sanya Herzig als auch Christian Bösiger standen in der Vergangenheit bereits im Kader von Uni Basel.

Ungeachtet dessen, steht für die Basler der Abschluss der laufenden Saison im Fokus: «Unsere Ausgangslage ist sehr gut. Das haben wir so nicht unbedingt erwarten können», sagt Ruch. Mit dem Solothurner Rückzug wird das zu Beginn der Spielzeit festgelegte Saisonziel des Ligaerhaltes ohnehin hinfällig.

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