Wasserball
Trotz Niederlage schaffen sich die Wasserballer von SV Basel eine gute Ausgangslage

Der SV Basel unterliegt dem Top-Team aus Horgen klar mit 7:16. Trotzdem sind Basler auf besten Weg, sich eine ideale Ausgangsposition für die NLA-Playoffs zu schaffen.

Jonas Burch
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Luka Damjanov (am Ball) verkörpert das junge Basler Team.

Luka Damjanov (am Ball) verkörpert das junge Basler Team.

Martin Töngi

Istvan Pinter lebt Wasserball. Der Basel-Trainer verwarf die Hände, schüttelte den Kopf, brüllte Anweisungen vom Beckenrand. Doch alles ungarische Temperament half nichts. Bei der 7:16-Niederlage gegen Horgen wurden dem jungen Basler Team die Grenzen schonungslos aufgezeigt. Auch wenn auf dem Papier der Tabellenzweite (Horgen) auf den Dritten traf, klafft zwischen den beiden Mannschaften eine riesige Lücke. Zusammen mit Kreuzlingen spielen die Zürcher in einer anderen Liga und haben bereits 20 Punkte Vorsprung auf die Verfolger. «Wir haben heute Lehrgeld gezahlt», gibt Pinter zu. «Uns fehlt schlicht die Erfahrung, um gegen die beiden Top-Teams mithalten zu können.»

Nach drei Minuten bereits 0:3 hinten

Neben der fehlenden Routine war es auch die schlechte Chancenauswertung, die das Resultat so einseitig ausfallen liess. Nach drei Minuten lag der SVB im Gartenbad St. Jakob bereits mit 0:3 zurück. Horgen schaltete daraufhin einen Gang zurück, Basel blieb bemüht, aber glücklos.

Nichtsdestotrotz findet Pinter vor allem lobende Worte für seine Mannschaft: «Die Mannschaft hat sich in dieser Saison extrem weiterentwickelt, auch die vorwiegend jungen Spieler integrieren sich immer besser ins Team.»

Wegweisender Schlussspurt

Nach der absehbaren Niederlage gegen Horgen, sind die Wasserballer vom Rheinknie in den letzten drei Runden nochmals richtig gefordert. Das Heimspiel gegen das schwache Schlusslicht Winterthur dürfte zum Selbstläufer werden, ehe man zum Abschluss mit Genf und Lugano auswärts auf zwei direkte Konkurrenten trifft. Für Pinter ist klar: «Wir wollen diesen dritten Platz festigen und die erste Playoff-Runde überstehen.»

Behaupten die Basler ihren Platz, trifft man in der ersten Playoff-Runde auf den Tabellensechsten Frosch Aegeri. Gegen die Zuger hat der SVB die letzten drei Spiele gewonnen.

Was auch passiert, ein Erfolg ist diese Saison so oder so. Nachdem man in den letzten beiden Jahren meist im biederen Tabellenkeller schmorte, hat sich der SV Basel endlich aus dem Schattendasein befreit und sich ernst zu nehmender Gegner in der obersten Spielklasse etabliert.