Playoff-Final
Trotz Rücklage will Sm’Aesch Pfeffingen den Meistertitel gewinnen

Heute Mittwoch-Abend kommt es in der Aescher Löhrenackerhalle (19.30) zum vierten Playoff-Finalspiel zwischen Sm’Aesch Pfeffingen und Volero Zürich.

Paul Ulli
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Sm'Aesch Pfeffingen will den Meistertitel holen

Sm'Aesch Pfeffingen will den Meistertitel holen

EH-Presse

Es ist bislang eine formidable Saison, welche die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer abliefert. Nach 27 Qualifikationsspielen lag Sm’Aesch knapp hinter dem Zürcher Serienmeister auf Platz 2 der Tabelle und danach folgte der Durchmarsch gegen Galina Schaan (1/4-Final) und Volley Düdingen (1/2-Final) in den Best-of-Five Playoff-Final gegen den nicht mehr so übermächtigen zwölffachen Schweizer Meister Volero.

Dazu kommt der Einzug in den Viertelfinal des CEV Challenge-Cup, wo man erst vom nachmaligen Champion Olympiakos Piräus gestoppt werden konnte. Und jetzt diese drei unglaublich emotionalen und spannenden Finalspiele.

Zuerst der 3:1-Sieg im ersten Heimspiel, dann die 1:3-Niederlage in Zürich, wo Volero- Präsident Stav Jacobi kurz vor der zweiten drohenden Niederlage die unfaire Notbremse zog und entgegen dem Reglement des Volleyballverbandes keine Schweizer Spielerin mehr auf dem Feld beliess und diese Auswechslungen danach mit einem Griff in die Portokasse und der Zahlung einer Busse von 20 000 Franken an den Verband «wieder gut machte».

Der Zorn der Sm’Aesch-Anhängerschaft und auch dem Rest der Volleyball-Schweiz war gross, dass solch fragwürdige Machenschaften reglementarisch zulässig sind.

Heroisches drittes Finalspiel

Es folgte das dritte Spiel, wieder in Zürich ausgetragen, wo sich das Baselbieter Team mit Captain und Passeuse Tess von Piekartz und ihre neun Mannschaftskolleginnen nach Satzrückstand ins Tiebreak kämpfte, dort drei Matchbälle ungenutzt liess und letztlich unglücklich mit 15:17 unterlag. Natürlich war die Stimmung nach dieser völlig unnötigen Niederlage ziemlich geknickt, doch Topskorerin Maja Storck zeigte sich schon beim anschliessenden Nachtessen wieder zuversichtlich: «Jetzt gewinnen wir halt unser zweites Heimspiel und stemmen dann am Freitag in Zürich den Meister-Pokal in die Höhe.» Dass diese Worte nicht nur Phrasen sind, bewiesen die Sm’Aesch-Volleyballerinnen bislang mit tollen Leistungen, auch in der Finalserie.

Und wie sagte ein Vorstandsmitglied von Volero nach dem knappen Heimsieg vom vergangenen Freitag: «Die sind sehr zäh, diese Baselbieterinnen, aber auch gut. Wir müssen alles geben, um unserer Favoritenrolle gerecht zu werden.»

Jetzt wollen die in dieser Finalserie richtiggehend aufblühenden Nicole Walch und Eigengewächs Madlaina Matter eine volle und vor allem laute Halle erleben. Denn mit der Unterstützung der Sm’Aesch Pfeffingen-Fans, die schon am vergangenen Freitag in der Birch-Halle für tolle Stimmung sorgten, ist immer noch alles möglich. Es fehlen «nur» zwei Siege bis zur Sm’Aesch-Glückseligkeit. Und wer weiss, vielleicht schreiben Tess von Piekartz, Nicole Walch, Maja Storck, Madlaina Matter, Jazmine White, Anu Ennok, Anna Pogany, Livia Zaugg, Lea Werfeli und Elisa Visentin tatsächlich noch Volleyball-Geschichte und holen den ersten Titel ins Baselbiet.