Keine 1000 Einwohner hat die Gemeinde Bavois, dennoch schafften es die Fussballer aus der waadtländischen «Provinz» regelmässig, den Nachwuchs des FC Basel zu ärgern. «In den letzten vier Jahren konnten wir dort nicht gewinnen», bestätigte FCB-U21-Trainer Arjan Peço und fügte lächelnd hinzu: «Umso schöner ist es, Bavois endlich einmal mit drei Punkten im Gepäck zu verlassen.»

Die drei Zähler der Gäste waren hochverdient, denn sie bestimmten die Partie von An- bis Schlusspfiff und kamen regelmässig zu Chancen. Der Kurs in Richtung Auswärtssieg stimmte also, dennoch war es der «andere FCB», der nach 37 Minuten die 1:0-Führung bejubeln durfte. «Das war ein Unfall», sagte Peço, fand aber auch anerkennende Worte für den Gegner: «Aus der Sicht von Bavois war das herrlich gemacht. Bei dieser Aktion hat alles gepasst.»

Schöner Führungstreffer durch Bavois

In der Tat war es ein sehr schöner Treffer, der Adrian Alvarez gelungen war. Der rechte Flügel schirmte den Ball gegen Bastien Conus gut ab und schlenzte den Ball mit links aus der Drehung von der Strafraumgrenze ins Lattenkreuz. Gästegoalie Jozef Pukaj streckte seine 191 Zentimeter vergeblich.

Noah Okafor (rechts) erzielte den Ausgleich für die U21 des FC Basel.

  

Auf das Spiel, der in weissen Auswärtstrikots spielenden Rotblauen, hatte der Rückstand aber keinerlei Auswirkung. Sie spielten weiter wie bisher und glichen kurz nach der Pause aus. Dimitri Oberlin setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente sein Pendant auf links, Noah Okafor. Dieser liess noch einen Gegenspieler ins Leere laufen und wuchtete das Leder aus zwölf Metern unter die Latte (50.).

Die beiden Flügel aus der ersten Mannschaft des FC Basel, die zwecks Spielpraxis im Aufgebot des Nachwuchsteams standen, waren auch am 1:2 in der 69. Minute beteiligt. Okafor wollte per Querpass Oberlin bedienen, doch Bavois-Verteidiger grätschte dazwischen und fabrizierte ein Eigentor.

Dimitri Oberlin (links) war an beiden Toren der U21 des FC Basel beteiligt.

    

Nächstes Spiel gegen grösseres Kaliber

Der knappe Vorsprung sollte bis zum Ende reichen, denn das Heimteam kam zu keiner echten Torchance mehr. «In der Promotion League kann immer etwas passieren. Ein langer Ball, ein Eckball... aber wir waren sehr aufmerksam», freute sich der Trainer, der seiner Equipe nur in einem Bereich kritisieren musste: «Die Chancenauswertung ist momentan unser Problem. In Bavois hätten wir vier, fünf Tore machen können!»

Am Samstag, 25. August, gastiert mit Stade Nyonnais einer der Aufstiegsfavoriten im Leichtathletikstadion St. Jakob (15 Uhr). Gegen eine Mannschaft diesen Kalibers dürften die Basler Nachwuchstalente deutlich weniger Tormöglichkeiten haben als beim traditionell gegen den Abstieg kämpfenden FC Bavois. Arjan Peço sieht dem Match aber gelassen entgegen. «Gegen die Spitzenteams haben wir stets gute Spiele gemacht!»