Der Spielverlauf: Von 0:2 auf 4:2

Bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte läuft in der Stockhorn-Arena alles für den Gast aus Basel. In Abwesenheit des gesperrten Cheftrainers Marcel Koller legt der FCB einen starken Beginn auf den Thuner Kunstrasen, feuert in der Startphase ein Chancenfeuerwerk ab und führt bereits nach 19 Minuten. Einen unsauber geklärten Eckball verwertet Ricky van Wolfswinkel trocken ins linke, untere Eck.

Fünf Minuten später wird es erstmals kurios. Nachdem van Wolfswinkel Stillhart im Strafraum umlegt, entscheidet Schiedsrichter Stephan Klossner folgerichtig auf Elfmeter für Thun. Spielmann läuft an - und scheitert am stark reagierenden Jonas Omlin! Im Gegenstoss erhöht der FC Basel auf 2:0. Albian Ajeti überlupft Thun-Hüter Faivre sehenswert.

Doch dann kommt die Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Stillhart drückt einen Tosetti-Freistoss über die Linie und eröffnet den Thuner Torreigen.

Das durch Stillhart eröffnete Feuer tragen die Berner Oberländer mit in den zweiten Durchgang. Die Thuner dominieren das Spielgeschehen und drehen die Partie absolut verdient. Mit dem zweiten Elfmeter des Abends trifft Sorgic in der 54. Minute zum 2:2. Zwei Traumtore von Tosetti und Sorgic sorgen für den 4:2-Endstand.

Der Beste: Dejan Sorgic

Den Thuner Goalgetter kriegt die FCB-Abwehr nie in den Griff. Sein Penalty-Ausgleich in der 54. ist ein Schlüsselmoment auf dem Weg zum Thuner Sieg, sein herrliches 4:2 die Kür eines bärenstarken Auftritts.

Das gab sonst noch zu reden: Basler Tor zu unrecht aberkannt

Der Schweizer Fussball braucht die Torlinientechnologie. Beispiel gefällig? Die Szene in der 48. Minute, als ein Thuner den Ball klar hinter der Linie wegspediert, was dem Schiedsrichtergespann jedoch entgeht. Die Basler werden so um das 3:1 gebracht und kassieren nur Minuten später den Ausgleich. So bitter kann der Fussball manchmal eben sein.

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