Nachwuchs-Basketball

U17 wird Deutschschweizer Meister: Die «jungen Sternenflügel» gewinnen einen ersten Titel

Das siegreiche Team der U17 der Starwings.

Das siegreiche Team der U17 der Starwings.

Während die Spielzeit 2017/18 für die Nationalliga-A-Equipe und U21-Mannschaft (1. Liga) seit fast drei Wochen beendet ist, können die U17-Jungs ihre Saison noch ver­längern. Und haben bereits einen ersten (inoffiziellen) Titel gewonnen.

In einer Sportart, die – zumindest in der Elite – von ausländischen Profispielern ge­prägt wird, ist und bleibt Birsfelden eine Talentschmiede. Die Starwings haben heuer in der Nationalliga A oft in der Stammfünf mit zwei Eigengewächsen (Branislav Kostic und Team­captain Alessandro Verga) gespielt.

Etwas, das – ausser Central Luzern – kein anderer A-Ligist tut (respektive tun kann). Und mit U18-Nationalspieler Luca Streich, Aleksa Pavlovic (Jahrgang 2000) und dem 17-jährigen Jules Christmann (dem viele eine grosse Karriere als Spielmacher zutrauen) kamen drei Nachwuchsspieler zu regelmäs­sigen Einsätzen in der von Amerikanern dominierten Nationalliga A.

Starker Auftritt der «Young Wings»

Kürzlich fanden in Winterthur die Finalspiele der U17-Intermeisterschaft von ProBasket (Zürich/Ostschweiz) statt. Und sowohl im Halbfinal, beim 73:50 (43:38)-Sieg gegen die BC Alte Kanti Aarau, wie auch im Endspiel gegen den Gastgeber BC Win­terthur zeigten sich die «Young Wings» von ihrer allerbesten Seite.

Vor allem gegen Winterthur, beim 85:49 (51:23), zeigten die Unterbaselbieter allerfeinste Basket-Kost. Damit dürfen sich die Birs­felder vorerst mal Deutschschweizer Meister nennen. Aber der Wettbewerb geht weiter.

Am Wochenende geht es weiter

An diesem Wochenende findet das Final-East-Turnier in Massagno statt. Die U17-Jungs der Starwings werden gegen das zweitbeste Tessiner Team um den Finaleinzug spielen. Primär geht es aber darum, im Tessin eine gute Platzierung zu erreichen, um danach in den nationalen Playoffs (Achtelsfinal) eine gute Ausgangslage im Kampf gegen die Top-Teams der Romandie zu erreichen. Fernziel der Equipe ist es, das Final Four der vier bes­ten U17-Mannschaften des Landes zu erreichen.

Baumeister des Erfolges sind Nemanja Calasan und Pascal Donati. Der 34-jährige Serbe, welcher in der Natio­nalliga A sämtliche Partien bestritten hat, zu den Top-Drei-Reboundern der obersten Spiel­klasse gehört und Vorbild für Teamkollegen und den Nachwuchs ist, zeigte sich vom Erfolg in Winterthur überwältigt: «Es ist mein erster Titel als Coach. Ich möchte allen, primär mei­ner Gattin Florence, und dem Klub danken. Und ich habe eine wunderbare Gruppe an Jungs, die stets hart trainiert haben. Und Disziplin und Respekt so­wie Liebe zum Basket­ball zeigten. Ich bin sicher, dass es einige Akteure hat, die einst auf höchstem Niveau spielen können. Aber der Weg ist hart und steinig», so der Mann, der in den USA in der NCAA1 gespielt hat und Erfahrungen in diversen europäischen Ländern (Frankreich, Griechenland, Mazedonien und Griechenland) verfügt.

Babic, Hess und Schoo verlassen Starwings wohl

Bezüglich des Fanionteams ist es in Insider-Kreisen ein offenes Geheimnis, dass Trainer­stab und Klubleitung auch für die nächste Saison an Calasan festhalten möchten. Der im Jura wohnhafte Routinier studiert übrigens an der Universität Basel und ist somit eher Feierabendprofi denn Berufs-Basketballer.

Nicht mehr dabei werden der kroatische Spielma­cher Petar Babic (zu verletzungsanfällig), US-Flügel Allyn Hess (dürfte in eine bessere Liga mit höheren Gehältern wechseln…) und der 213 Zentimeter grosse Björn Schoo (38).

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