Handball

Übernimmt der RTV Basel die Rolle der Nummer 1 hinter dem FCB?

Max Dannmeyer ist zurück im RTV.

Max Dannmeyer ist zurück im RTV.

Die Rolle des Dominators ist vor dem NLB-Saisonstart also noch nicht vergeben, Basel würde sich dafür eignen. Mit dem Transfer des 40-fachen Nationalspielers und Ex-Baslers Florian Goepfert (von den Kadetten Schaffhausen) hat man ein Zeichen gesetzt.

Die beeindruckende Rückrunde hat Mut den Baslern nachhaltig Mut gemacht. Durchzogen in die Saison gestartet, spielten die Realturner ab 2014 fast jeden Gegner an die Wand.

Wie die Steigerung möglich war, lässt sich im RTV-Lager nur schwer erklären: «Sport ist manchmal komisch», sagt Trainer Silvio Wernle, «jetzt sind wir näher zusammengerückt, die Aufbruchstimmung ist gross.»

Kein Dominator mehr

Nach einem freien Mai hat die Mannschaft den kompletten Juni an Ausdauer und Kraft gearbeitet. Anfang und Mitte Juli folgt wieder eine ruhigere Phase, ehe am 28. Juli der richtige Startschuss in die Vorbereitung fällt.

Das Ziel der Basler ist klar: ein Platz unter den besten Zwei. Sprich: direkter Aufstieg oder ein Platz in der Barrage. Das ist nicht Hochmut, sondern ein mehr als realistisches Unterfangen.

Dass mit Suhr Aarau der grosse Dominator vom Vorjahr neu in der NLA auftreten wird, spielt dem RTV natürlich in die Karten. «Es gibt keine Übermannschaft mehr, die sich von Anfang an absetzen kann. Dafür werden wohl die Teams im Mittelfeld an Qualität zulegen», blickt Wernle voraus.

«Grosse Änderungen im Kader sind nicht mehr geplant», sagt Wernle. Bereits klar: Michael Schröder und Nemanja Todorovic werden das Team verlassen. Neben dem neuen Star Florian Goepfert ist der Zwei-Meter-Aufbauer Max Dannmeyer ebenfalls neu mit im Boot.

Unverändert bleibt jedoch das Budget. Grosse Sprünge können sich die Handballer – trotz Aufbruchstimmung in der Mannschaft und im Umfeld – nicht leisten. «Wer Geld mit dem Sport verdienen will, der kommt nicht nach Basel», beschreibt Wernle den RTV-Leitsatz.

RTV als das neue Zugpferd?

Die Realturner machen mit ihrer «Vorwärts-Strategie» auch dem Sport in der Region Mut. Nach dem Bangen um die Basel Sharks und der Neu-Orientierung der Starwings NLA-Basketballer versprechen die Basler auf die kommende Saison ein Lichtblick im Schatten des FC Basel zu werden.

Das spürt man auch. «Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist tatsächlich ein wenig grösser geworden, auch wenn wir nicht mit einem Zuschauerboom rechnen können», sagt Wernle. Immerhin.

Bahnt sich der RTV Basel den erhofften Weg in die NLA, ist man endlich wieder im Konzert der Grossen dabei. Im Handball, aber vor allem auch in der Region.

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