Schon die ersten Ballwechsel zeigten, dass Sm’Aesch Pfeffingen nicht das Mäuschen vor der Schlange sein wollte. Ganz im Gegenteil. Mit einem Blitzstart lag das Team von Head-Coach beim ersten technischen Time-Out mit 8:2 in Führung. Nicole Walch, Maja Storck und vor allem Routinier Anu Ennok hämmerten die von Passeuse Tess von Piekartz vorbereiteten Bälle unerreichbar in des Gegners Feld. Doch die in der Meisterschaft in 15 Spielen bislang ohne Satzverlust die Tabelle anführenden Griechinnen verdauten diesen Startschock relativ schnell und kamen dank ihren beiden deutschen Angreiferinnen Jana Poll und Saskia Hippe wieder bis auf einen Punkt heran (9:8).

Doch auch das Heimteam reagierte umgehend auf die kleine Schwächephase mit unglaublichem Kampfgeist und gutem Spiel legten die Baselbieterinnen wieder vor (20:13). Doch auch bei diesem Spielstand war dieser Durchgang noch keineswegs zu Gunsten von Sm’Aesch Pfeffingen entschieden. Aber eine schier unwiderstehlich angreifende Storck legte mit ihren Punkten die Basis zur Satzführung, welche Teamkollegin Matter dingfest machte.

Griechinnen drehen mächtig auf

Im zweiten Satz legten die Gäste mit einer stark servierenden Stephanie Niemer (USA) und einem jetzt wachen Block ihrerseits vor (6:13). Trotz guter Defensivarbeit von Sm’Aesch-Libera Anna Pogany konnte der eingehandelte nie mehr ganz kompensiert werden, denn die 30-jährige Poll wuchs nun über sich hinaus und der Double-Gewinner aus Piräus konnte satzmässig ausgleichen. Im dritten Satz dann wendete sich Glücksgöttin Fortuna von den Baselbieterinnen ab.

Bis zum ersten technischen Time-Out (6:8) waren gleich fünf Punkte der Griechinnen mehr als glücklich, denn es fehlten bei einigen Sm’Aesch-Angriffen nur Zentimeter und bei einem Storck-Smash flog der Ball gar vom Kopf einer Olympiakos-Spielerin zum Punkt in den hinteren Teil des Sm’Aesch-Feldes zurück. All diese Missstände nagten ganz offensichtlich am Selbstvertrauen des Heimteams welches auch noch zu viele Servicefehler beging. Auch die Aufholjagd beim Spielstand von 17:24 kam zu spät, sodass die Gäste verdientermassen mit 2:1-Sätzen in Führung gehen konnten.

Der vierte Satz entwickelte sich dann zu einem echten Knüller mit sensationellen Spielzügen, die zur Freude des Publikums endlich auch wieder öfter mit Punkten für die Gastgeberinnen endeten. Aber mit zu vielen Eigenfehlern brachten sich die Sm’Aesch-Spielerinnen immer wieder um den Lohn ihrer Anstrengungen, sodass die Gäste das Spiel nach Hause schaukelten und im Rückspiel vom kommenden Dienstag natürlich als noch grösserer Favorit gelten. Maja Storck, mit 20 Punkten beste Skorerin ihrer Mannschaft sagte nach der verlorenen Partie:» Nach dem Gewinn des Startsatzes begingen wir einfach zu viele Eigenfehler, die uns heute im Heimspiel das Genick brachen. Doch das sind wir ja von den beiden ersten Europa-Cup-Runden gewohnt, jetzt müssen wir halt wieder in der Fremde zuschlagen.»