Basketball

Und täglich grüsst das Murmeltier: Die Starwings unterliegen Boncourt trotz ansprechender Leistung

Starwings vs Swiss Central Basketball: Starwings 15 Nemanja Calasan (re) gegen Luzern 4 E. Thompson (li)

Die Starwings können weiterhin nicht gewinnen. (Archivbild)

Starwings vs Swiss Central Basketball: Starwings 15 Nemanja Calasan (re) gegen Luzern 4 E. Thompson (li)

Das Verbands-Derby brachte keine neuen Erkenntnisse. Trotz einer engagierten, zeitweise guten Darbietung waren die starwings gegen Boncourt chancenlos und unterlagen mit 71:82, denn in den entscheidenden Phasen hatten die Jurassier die Nase vorn.

Was an dieser Stelle bereits mehrfach angetönt wurde und sich seit Wochen wiederholt, wurde auch gegen die «Red Devils» aus der Ajoie Tatsache: Die Starwings be­gannen flott und beschwingt, führten nach sieben Minuten mit 20:13.

Doch kann man den Aussagen der Gäste in den jurassischen Media (Radio, Zeitung) glauben, so «wussten wir, dass wir mit Fortdauer der Partie alle Vorteile auf unserer Seite haben und zuletzt gewin­nen würden». So war es auch. Nach 30 Minuten (52:58) war allen klar, dass die Starwings die vierte Niederlage in Folge erleiden würden.

Boncourt, einst der Stolz des Kanton Jura und jahrelang europäisch spielend, ist nicht mehr jene Equipe, die zu fürchten ist. Momentan haben sie als einzige Mannschaft - ne­ben den Starwings - nur drei ausländische Profispieler. Und die zwei «Langen», der Ameri­kaner Xavier Ford (26, 203cm) und Dainius Chatkevicius (24, 206cm) aus Litauen sind ziemlich bescheiden und kamen punktemässig gleich wie das Antipoden-Duo Nemanja Calasan und Elias Chuha auf 21 Zähler.

Aber Boncourt wird spätestens im Januar 2020 ei­nen vierten (und diesmal starken) Profi präsentieren. Etwas, das das punktelose Schluss­licht Central Luzern bereits getan hat, damit «wir mit den Siegen anfangen können», wie es aus der In­nerschweiz tönt.

Schweizer Duo entschied das Spiel für Boncourt

Den Unterschied machten allerdings die Schweizer Akteure aus. Das Duo Juraj Kozic (ex-Lugano und Genf) und Kevin Monteiro (aus der Olympic-Fribourg-Akademie mit Vergangenheit bei diversen Spitzenteams der Romandie) warf 36 Punkte und war stets solide, oftmals unver­schämt gut. Beim Gastgeber war dies leider nicht der Fall – mit Ausnahme von Jason Schneider (18), der erneut einen couragierten, mutigen Auftritt hatte.

Boncourt konnte als 7. Mann den unbeholfenen, jedoch 213 Zentimeter langen Alex Wil­bourn  einsetzen, welcher der Rota­tion dienlich war und selber noch dezent skorte. Auch davon sind die «Wings» weit ent­fernt.

Payne abermals als Alleinunterhalter und Topskorer

Und so bleibt Jacori Payne der Alleinunterhalter; ein smarter Spieler, der skort und – ohne Verletzungen – Liga-Topskorer wird (was er bereits ist). Und in eine höhere Liga ziehen wird, weil seine persönlichen Zahlen stimmen. Es ist im Basket meist die Regel, dass der beste Skorer der Liga bei jenem Klub spielt, der die rote Laterne inne hat – respektive tra­gen wird.

Auch im Vorspiel setzte es für die U23-Equipe (mit Akteuren, welche dann beim Fanion­team auf der Bank sitzen) im Vergleich mit der U23-Equipe des BC Boncourt eine 56:62-Niederlage ab. Auch da fehlte, wie bei den «Gros­sen», wenig. Aber es fehlte doch soviel, um die Partie nicht gewinnen zu können.

Bären Kleinbasel überzeugen in der Nati B

Dafür steht der BC Bären Kleinbasel in der Natio­nalliga B auf dem 2. Platz – ohne Profispieler und mit Eigengewächsen sowie ehemaligen Starwings- oder Birsfelden-Akteuren. Aber auch ihnen sei in aller Deutlichkeit gesagt: Die Nationalliga B ist nur eine Klasse tiefer als die Nationalliga A – aber die beiden Ligen wer­den durch Welten getrennt. Das erleben die Starwings Woche für Woche.

Starwings – BC Boncourt 71:82 (38:38)

Sporthalle Birsfelden. - 225 Zuschauer. - SR: Marmy/Stojcev/Mazzoni.

Starwings: Payne (25), Kostic (6), Fuchs (8), Calasan (8), Chuha (13); Schneider (6), Vranic (5), Blaser; Babic, Christmann, Pausa, Streich.

Boncourt: Cochran (16), Kozic (19), Monteiro (17), Ford (11), Chatkevicius (10); Seylan (3), Wil­bourn (6), Landenbergue, Martins; Jäggi, Savon.

Bemerkungen: Starwings ohne Pavlovic (mit der U23 im Vorspiel gegen Boncourt), Boncourt kom­plett. - Viertelsresutlate: 22:20, 16:18 (38:38); 14:20 (52:58) und 19:24 (71:82). - Fouls: Starwings 13, Boncourt 17. 

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