Beim 4:0-Erfolg überzeigte Liestals Goalgetter vom Dienst, Florian Hengel, mit einem lupenreinen Hattrick in der ersten halben Stunde. «Wir haben uns gut auf ihn eingestellt und vorbereitet, aber bei einem solch guten Spieler weiss man nie, was kommt», gestand Allschwil-Trainer Sohail Bamassy nach dem Spiel ein. Mit einem Flachschuss und zwei Lobtoren innert einer Minute entschied der Franzose das Spiel praktisch im Alleingang und erzielte seine Saisontore 19 bis 21.

Allschwil spielte nicht einmal schlecht mit, doch zwei Mal trafen die Gäste das Aluminium, ansonsten scheiterten sie am starken Liestal-Goalie Mathieu Wolownik. «Wir haben bisher eine sehr gute Rückrunde gespielt, nun gab es mal wieder eine Baisse, das kann passieren», meinte Bamassy, «schade nur, dass diese wieder gegen Liestal sein musste.» In der Meisterschaft war der FCA seit dem 23. März ungeschlagen und konnte die letzten vier Spiele allesamt gewinnen.

Fokus auf den Cup

Liestal-Trainer Massimo Saracino konnte zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft. Grosse Ziele hegt Saracino in der Liga jedoch nicht mehr: «Platz vier zu erreichen, wäre schön, am Wichtigsten ist es jedoch, die Konzentration möglichst hochzuhalten, um das Cup-Qualifikationsspiel gegen Eschbach gewinnen zu können», erklärt der seit Winter amtierende Trainer des FCL. Zudem wolle man noch im Derby gegen Dornach punkten. Bald gilt es, die Zeit ab dem Sommer zu planen. Saracino wird laut eigener Aussage wohl weiterhin an der Seitenlinie stehen. Auch der Grossteil des Teams bleibt zusammen, ebenso wie Florian Hengel seine Künste weiterhin für Liestal zelebrieren soll. Man darf gespannt sein, ob der Ex-YB-Junior nächstes Jahr tatsächlich weiterhin auf dem Gitterli auflaufen wird. Der Fakt, dass Hengel auf der Liestal-Geschäftsstelle arbeitet, spricht für einen Verbleib des 23-Jährigen.

Allschwiler Team bleibt bestehen

Mehr zur Zukunft sagen kann Sohail Bamassy. Er selbst bleibt sicherlich Trainer der Allschwiler und «im Gegensatz zu den Vorjahren, gibt es nur wenige Transfers im Sommer.» Je drei Abgänge und Zuzüge wird die Mannschaft verkraften müssen, was eine überschaubare Anzahl darstellt. So kann der FCA vielleicht für einmal auch eine gute Vorrunde spielen, denn das Team war in den letzten Jahren dafür bekannt, jeweils eine verkorkste Hinrunde mit einer guten Rückrunde zu kompensieren. Bamassy: «Wenn uns endlich auch ein guter Herbst gelingen sollte, ist eine Topplatzierung möglich.»