Volleyball
Underdog Gelterkinden triumphiert im Derby gegen Laufen

Die Erstliga-Konkurrenten Gelterkinden und Laufen lieferten sich einen Krimi über fünf Sätze. Das Heimteam reüssierte mit 3:2 und konnte den ersten Saisonsieg verbuchen.

Janine Müller
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Das Team von Alex Rauber startete schlecht in die aktuelle Saison. Die junge Mannschaft kassierte bis anhin nur Niederlagen. «Das Ziel ist klar, wir wollen heute unseren ersten Sieg einfahren. Und wenn es erst noch in einem Derby ist, ist es umso besser», sagte Rauber vor dem Spiel gegen Kantonsrivale Laufen. Laufen hingegen konnte in Gelterkinden nur verlieren. Das Team von Angelica Dietler musste bis anhin nur gegen Tabellenführer Emmen-Nord Punkte lassen, folglich waren die Laufner der haushohe Favorit in diesem Derby.

Von Derby-Stimmung war in der Sporthalle Hofmatt anfangs weder auf dem Feld noch auf den Zuschauerrängen etwas zu spüren.

Satz ging an Gelterkinden

Die Gäste konnten die ersten beiden Durchgänge für sich entscheiden. Hauptsächlich darum, weil Gelterkinden zu viele Eigenfehler produzierte. Doch auch das Team von Dietler überzeugte nicht restlos. Libero Keller bekundete Mühe mit den Serviceannahmen. «Wir waren zu wenig konzentriert und zeigten keinen Siegeswillen», erklärte Dietler die Laufner Niederlage nach dem Spiel.

Gelterkindens Passeur Florian Buser zeigte über das ganze Spiel eine konstante Leistung. Mittespieler Michael Murri verwertete die schönen Pässe zu Punkten und auch die Blockarbeit des VBCG verbesserte sich massiv. Aber die jungen Spieler produzierten viele Eigenfehler, was dazu führte, dass Laufen immer wieder aufholen konnte. Die Gastgeber entschieden Satz drei aber für sich. Bei Gelterkinden brannte nun das Feuer. Laufen hingegen schien im vierten Satz völlig die Motivation verloren zu haben. Während Gelterkinden mit Passeur Buser ein cleveres, schnelles Spiel aufzog, fand Laufen kein Gegenmittel und produzierte nun selber Eigenfehler. Der Satz ging mit 25:20 an Gelterkinden.

Diskussion um Punkte

Das Heimpublikum war nun vollends wach und feuerte sein Team an. Jeder Punkt im fünften Satz wurde frenetisch gefeiert. Dieser war geprägt von der eindrucksvollen Blockarbeit und grossem Einsatz in der Verteidigung aufseiten der Gastgeber. Doch dann kam die grosse Diskussion um die Punktezahl. Gelterkinden will ein 10:6 sehen, die Schiedsrichter Gründel und Burkhardt entschieden nach Absprache mit der Match-Schreiberin aber auf ein 9:6. Die Gelterkinder liessen sich davon aber nicht beirren und holten sich verdient den ersten Sieg.

Am Tag darauf konnte Gelterkinden das Feuer und den Schwung in das Schweizer-Cup-Spiel mitnehmen. Sensationell siegte das Rauber-Team gegen den verunsicherten NLB-Klub Andwil-Arnegg mit 3:1.