Snooker

Ungefährdeter Sieg für McCulloch beim Snooker-Turnier

Kann mit seiner gezeigten Leistung zufrieden sein: Der 15-jährige Basler Alexander Ursenbacher.  jam

Kann mit seiner gezeigten Leistung zufrieden sein: Der 15-jährige Basler Alexander Ursenbacher. jam

Das 15-jährige Snooker-Talent Alexander Ursenbacher konnte bis in die Halbfinals vorstossen – dort war dann allerdings Endstation gegen den extra aus Israel angereisten Shahar Ruberg. Der Baseler Junior war trotzdem zufrieden.

Von einem Zuschaueraufmarsch, wie man es bei Snooker-Turnieren in England gewohnt ist, können die Organisatoren des Basel Challenge momentan nur träumen. Das «Spiel der Gentlemen» fristet in der Schweiz ein Schattendasein. Am Erdbeergraben 1 in Basel konnte man die Zuschauer, die sich an diesem regnerischen Sonntagnachmittag in das Snooker-Lokal verirrten, an einer Hand abzählen. Schade eigentlich, denn die Räumlichkeiten wirken einladend und elegant und im 33-köpfigen Teilnehmerfeld starteten einige hochkarätige Spieler, wie der spätere Gewinner, Ian McCulloch.

Der Engländer startete 1992 seine Profi-Karriere und war im Jahr 2005 in der Weltrangliste auf Platz 16 anzutreffen. Im Halbfinal in Basel bezwang er den Spanier Oscar Medela klar mit 3:0. Gegen Shahar Ruberg folgte ein ausgeglichenes Finalspiel, welches McCulloch dann aber doch mit 4:2 für sich entscheiden konnte.

Erfolg für Basler Junior

Trotz dem spärlichen öffentlichen Interesse konnte der Basler Snooker-Klub am diesjährigen Basel Challenge einen Erfolg verbuchen. Das 15-jährige Snooker-Talent Alexander Ursenbacher konnte bis in die Halbfinals vorstossen – dort war dann allerdings Endstation gegen den extra aus Israel angereisten Shahar Ruberg. Auch wenn das Halbfinalspiel mit 1:3 verloren ging, zeigte sich der junge Snooker-Spieler zufrieden mit seiner Leistung: «Der Start ins Turnier verlief etwas harzig. Danach begann ich mich zu steigern. Im Viertelfinale konnte ich sogar den ehemaligen Europameister, Risto Väyrynen, bezwingen.» Warum es im Halbfinale gegen Shahar Ruberg mit einem Sieg nicht klappen wollte, kann sich auch der junge Basler nicht richtig erklären. «Ich war nicht ganz so ruhig, wie ich es noch im Viertelfinale war. Irgendwie war ich zapplig», analysiert Ursenbacher seine Leistung. Doch der Junior hat noch Zeit, seine Karriere voranzutreiben. Eine Lehrstelle suche er sich nicht, er wolle Snooker-Profi werden. «Nach der Schule würde ich gerne nach England gehen und dort meine Profikarriere lancieren», erzählt Ursenbacher. «Denn in der Schweiz ist es leider nicht möglich, Profi zu werden», so der Basler weiter. Finanzieren würde er sich dann seine Karriere teilweise mit den Preisgeldern.

Keine Zuschauer, keine Sponsoren

Am Basel Challenge erhält der Sieger des Turniers 800 Franken, was natürlich weit weniger ist als bei englischen Turnieren. Sebastian Lahrius, Vorstandsmitglieder von Basel Snooker, verweist auf die fehlenden Sponsoren: «Ohne Sponsoren können wir auch kein höheres Preisgeld anbieten. Das Ganze ist ein Teufelskreis. Wir müssten mehr Topspieler nach Basel locken können, damit mehr Zuschauer kommen würden. Danach gäbe es vielleicht auch mehr interessierte Sponsoren.» Trotzdem ist Lahrius zufrieden mit dem Verlauf des Turniers. Überraschungen gab es wenige, die Favoriten hätten sich grundsätzlich durchgesetzt. Nur dass Chris Tsitalis und Rolf Gidemann von Basel Snooker bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind, sei eine kleinere Überraschung, denn Gidemann habe bisher in jedem Basler Turnier die Finalrunden erreicht, so Lahrius. «Die Gruppen waren halt sehr stark, da kann das mal passieren, dass sich auch gute Spieler bereits nach der Vorrunde verabschieden müssen», erklärt Sebastian Lahrius.

Vom Turnierplan verabschieden werde sich das Basel Challenge in den nächsten Jahren, trotz wenig Sponsoren und fehlenden Zuschauern, sicher nicht, sagt Sebastian Lahrius bestimmt. Im Gegenteil. Basel Snooker veranstaltet pro Jahr drei internationale Turniere. Das nächste, das Basel Open, wird im März stattfinden.

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