Basketball
Uni Basel gewinnt problemlos gegen Ovronnaz-Martigny

Nach fünf Minuten und 35 Sekunden grifft Laurent Plassard erstmals zu einem Timeout und würzte seine Anweisungen mit ein paar Flüchen. Seine Spielerinnen hatten in der Anfangsphase dem SC Uni Basel Basket wenig entgegen setzen können und lagen mit 5:14 zurück.

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Uni Basel (Archiv)

Uni Basel (Archiv)

Wirklich Wirkung zeigte die Ansprache des Trainers von Ovronnaz-Martigny nicht. Während die Gäste viel zu fehlerhaft agierten und praktisch nur in Person von Jamila Studer-Griffith punkteten, verteilten die Baslerinnen in der heimischen Pfaffenholz-Halle die Punktelast auf viele Schultern.

Als Megan Skouby im zweiten Viertel ihre Wurfhand richtig justiert hatte und begann, regelmässig Dreier zu werfen, zog Uni Basel davon und entschied bereits zur Halbzeit die Partie (52:16). Das Heimteam wirkte variabler, entschlossener und holte sich in jeder Zone die Bälle zurück. In den letzten beiden Vierteln, die unter dem Motto „Spielen und spielen lassen" liefen, brachten die Baslerinnen den Sieg dann mit 87:59 souverän ins Trockene.

Entsprechend gelöst wirkte Ina Nicosia-Schelker nach Spielschluss. Die Trainerin von Uni Basel nannte die Vereidigung als Schlüssel für den ungefährdeten Erfolg: „Wir sind mittlerweile soweit, dass wir vier, fünf Verteidigungssysteme beherrschen und sie während des Spiels verändern können. Das haben heute sehr gut praktiziert." In ihrer Muttersprache brachte es die Amerikanerin auf den Punkt: „Our defense made our offense."

Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn scheint Uni mit zuletzt fünf Siegen in Folge endgültig Tritt gefunden zu haben. Nicosia-Schelker führt das Hoch aber nicht auf den Spielplan - man musste zuerst gegen die drei stärksten Teams der NLA (Fribourg, Hélios, Riva) antreten - zurück: „Wir haben als Team Fortschritte gemacht und spielen jetzt besser." Während vorher krampfhaft die wurfstärksten Spielerinnen gesucht wurden, erhält mittlerweile die Baslerin mit der besten Wurfposition den Ball. „Unser Motto heisst: Wenn eine zwei Punkte macht, machen alle zwei Punkte", erklärt die Trainerin.

In zwei Wochen beginnt die Rückrunde, in der Uni Basel zu Beginn erneut auf die drei Top-Teams trifft. Ina Nicosia-Schelker hat die Gedanken bereits beim nächsten Match und ist überzeugt, „dass meine Mannschaft nun in der Lage ist, auch einem Favoriten die Punkte zu stehlen".