Badminton
Uni Basel steht vor dem NLA-Aufstieg: Wird am Samstag bereits gefeiert?

Der SC Uni Basel wird mit einem Heimsieg am Samstag gegen Baden ein NLA-Klub. Überhaupt gilt der Wiederaufstieg nur noch als reine Formsache. Mit neuem Elan und neuen Spielern will man sich ab nächster Saison dauerhaft im Oberhaus etablieren.

Marc Friedli
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Spielt die Münchensteinerin Sanya Herzig nächste Saison für Uni Basel anstatt für das Team Solothurn?

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Hans Peter Schläfli

Starke 51 Punkte sammelte die Equipe von Trainer Rémy Matthey de l’Etang in 16 Spielen, mit einem Satzverhältnis von +60. Der Aufstieg in die höchste Spielklasse ist für die Basler nur noch reine Formsache. «Es sieht gut aus», gibt Sportchef Gabriel Schelble schmunzelnd zu. Der Wiederaufstieg war für die Basler das erstrebte Ziel und man will auch oben bleiben. Zur Erinnerung: 2010 wurde das Team aufgrund mangelnder finanziellen Möglichkeiten zurückgezogen. Nun will man wieder zurück, auch dank neuen finanziellen Mitteln von der Uni Basel. So werden für die Spiele zwei Slowenen eingeflogen, die nach Spielende auch wieder gehen. Einer ist Luka Petric, Badminton-Profi, 6-facher slowenischer Meister und Nationalspieler, wohnhaft in Wien. Der andere ist Matevz Bajuk, Medizin Student, wohnhaft in Ljubljana.

Neue ausländische Spieler sollen das Team für die kommende NLA-Saison verstärken. Ob man weiterhin Ausländer bloss für die Spiele einfliegt, ist unsicher. Eine Option wäre beispielsweise eine feste Verpflichtung, der an jeglichen Trainings und Spielen teilnimmt. Profitieren würden davon besonders die jetzigen Spieler. Jedoch wirkt sich laut Schelble das Anheuern von ausländischen Spielern negativ auf den Breitensport und das Heranführen von jungen Spielern aus, trotzdem sei es unverzichtbar um in der NLA mitzuhalten. Neben ausländischen Profis, sollen auch ehemalige Spieler aus der Region Basel, die seit dem Abstieg aus der NLA anderswo spielen, zurückkehren. Erste Gespräche laufen bereits. Das Ziel ist es eine gute, konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen, die in der oberen Tabellenhälfte mitmischt und die Playoffs einziehen soll.

In den letzten Monaten waren hin und wieder Gerüchte bezüglich einer Spielvereinigung mit dem BV Baselland im Umlauf. «Das kommt nicht infrage, wir sind der Uni-Klub und das ist wichtig», erklärt Schelble. Das «Uni» im Namen ist das Markenzeichen des Vereins und unverzichtbar, auch ist regional unrealistisch. Eine Zusammenarbeit hingegen wäre für den Sportchef generell interessant, doch hat es hierzu bisher keine konkreten Gespräche gegeben.

Am kommenden Wochenende können die Basler den Aufstieg im letzten Heimspiel der Saison gegen das Team Baden perfekt machen.