Baselbieter Sportpreis

Unihockeyaner Patrick Mendelin wird an revolutionierter Preisverleihung ausgezeichnet

Mendelin (2.v.l) setzte sich im Voting durch.

Mendelin (2.v.l) setzte sich im Voting durch.

Bereits zum vierunddreissigsten Mal traf sich gestern Abend die basellandschaftliche Sportwelt zur alljährlichen Verleihung des Baselbieter Sportpreises. Unter den Augen von lokalen Polit- und Sportgrössen wurden im Kronenmattsaal im Herzen Binningens die Förder- und Anerkennungspreise des Regierungsrats vergeben und die Baselbieter Sportszene gewürdigt.

Höhepunkt der vom Sportamt organisierten Preisverleihung ist traditionell die Vergabe des Baselbieter Sportpreises an eine Person oder einen Verein, die sich in der Sportwelt des Landkantons besonders verdient gemacht hat.

Publikum hat erstmals Mitspracherecht

Mit dieser Tradition wurde jedoch – zumindest teilweise – gebrochen. Erstmals in der Geschichte des Sportpreises war es nicht mehr nur einem Gremium aus Baselbieter Sportjournalisten und Verbandsvorständen vorbehalten, den Titel zu vergeben. In der revolutionierten Austragung 2019 durfte die Bevölkerung mitbestimmen, wer zum Preisträger gekürt wird.

Hierzu wurde in Kooperation mit der bz ein Online-Voting durchgeführt. Ein Live-Saalvoting während der Verleihung komplettierte die Stimmenvergabe und sorgte dafür, dass das Rennen bis zum Ende des Gala-Abends offen blieb. So wurde die Verkündung des Gewinners zum Schlusspunkt des Abends und verlieh dem gesamten Anlass ein anderes Flair als noch in den Vorjahren, in welchen der Sieger jeweils schon im Vorfeld der Verleihung feststand.Nun mussten die Nominierten jedoch länger bibbern.

Mendelin setzt sich im Voting durch

Erst ganz am Ende der knapp dreistündigen Veranstaltung wurde bekannt, dass der Unihockeyaner Patrick Mendelin mit dem Baselbieter Sportpreis ausgezeichnet wird. Der Oberwiler gewann mit Wiler-Ersigen neun Schweizermeistertitel und durfte sich mit der Schweizer Nati bereits dreimal WM-Bronze umhängen lassen.

In der Baselbieter Sportwelt machte er sich durch sein Engagement bei Unihockey Basel Regio verdient. Nachdem die Region durch den Rückzug Basel Magics im Jahr 2008 zum Brachland verkam, ist es unter anderem seinem Engagement zu verdanken, dass heute wieder ein Stützpunkt in der Talentförderung existiert. Auch am stetigen Aufstieg der ersten Mannschaft bis an die Pforten der NLA hat Mendelin, der sowohl als Sportchef als auch als Spieler amtet, grossen Anteil.

Mendelin setzte sich gegen den Baseball- und Softballverein Therwil Flyers sowie gegen den Ex-FCB-Spieler und heutigen Verbandsfunktionär Roland Paolucci durch.

"Zuerst möchte ich mich enorm bei meiner familie bednaken. Ohne die Familie und deren aufopfernden Einsatz wäre eine Leistungssport-Karriere schlicht unmöglich. Ausserdem möchte ich mich bei allen bedanken, die für mich gestimmt haben. Ich finde es überhaupt nicht selbstverständlich, dass ich hier stehen darf und fühle mich enorm geehrt, diesen Preis zu erhalten. Zumal ich ja gestern schon stellvertretend für Unihockey Basel Regio einen Preis des Panathlon-Clubs beider Basel entgegen nehmen durfte. Trotzdem fühle ich mich wohler, wenn ich morgen statt im Anzug wieder im Sportdress unterwegs sein kann", sagte Mendelin als frischgebackener Preisträger.

Als Amuse Bouche vergab der Regierungsrat in Person von Monica Gschwind zwei Anerkennungs- und vier Förderpreise. So wurde Peter Stähli für seine langjährige Präsidentschaft der IG der Baselbieter Sportverbände und Beat Trachlser für sein Engagement im Behindertensport geehrt. Die Förderpreise gingen mit Sibylle Häring, Sarah Hunziker, Lucas Meister und Yves Stocker an Talente aus Leichtathletik, Trampolin, Handball und Curling.

Gerahmt wurde der Abend durch Reden der Preisträger, der Regierung und des Sportamts sowie durch musikalische Unterhaltung der Band "Steppin Stompers". Auch die Einlagen von Fussball-Freestyler Patrick Bäurer und den Seifenblasen-Künstlern von "Bubblezone" sorgten beim Publikum für Abwechslung und beste Unterhaltung. 

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