Turnen
Unter den 8000 Helfern sind auch zahlreiche aus der Region

Max Mathys (57) aus Läufelfingen und Roland Aeby (55) aus Biel-Benken sind zwei der Helfer am Eidgenössischen Turnfest. Sie leisten Freiwilligenarbeit aus Überzeugung. «Wir wollen so dem Sport etwas zurückgeben.»

Willi Wenger
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Max Mathys (57) aus Läufelfingen ist begeistert.

Max Mathys (57) aus Läufelfingen ist begeistert.

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Mathys' Einsatz als Kampfrichter bei den Nationalturnern war für ihn Ehrensache. «Das ist für mich selbstverständlich, denn ein Eidgenössisches ist für mich Pflicht», sagt der Oberbaselbieter, der seit 1984 in Winterthur als Helfer mit dabei ist.

Mathys ist Kampfrichter mit Leib und Seele. Für ihn sind die so nur in der Schweiz und nur von Männern ausgeführten Nationalturn-Disziplinen Weitsprung, Schnelllauf, Ringen, Steinheben, Steinstossen, Schwingen, Hochweitsprung und die Bodenübungen das Mass aller Dinge. Er hat am Wettkampf mit niemandem Schwierigkeiten. «Das war schon immer so, habe ich doch sowohl mit den Aktiven wie im Speziellen mit den Jungen absolut keine Probleme.»

Ohne sie geht nichts

Diese seien nicht schwieriger zu begleiten als früher in meiner Zeit in den Siebzigerjahren. Senior Mathys, weiss auch, dass die Einsätze der Funktionäre notwendig sind. Als Mitglied der Männerriege Läufelfingen ist er sich bewusst, dass ohne die Tausenden Helfer gar nichts ginge: «Das Eidgenössische würde nicht stattfinden».

Roland Aeby, der die Aussage von Mathys unterschreiben kann, war bei den Behindertensportlern im Einsatz. «An meinem ersten Eidgenössischen als Kampfrichter war dies eine bereichernde Aufgabe. «Ich habe bei allen das Feuer gespürt. Es war ganz einfach super», freute sich der Grossvater des 5-jährigen Jason. «Das
OK hat hier Grossartiges geleistet. Alle konnten viel Positives und Sportvergnügen erleben. Die Zusammenarbeit mit den Behindertensportlern freute mich besonders.»

Breite Interessen

Mathys wie Aeby, die weitere «Eidgenössische» als Kampfrichter erleben möchten, betreiben noch weitere Steckenpferde. Mathys ist Sportschütze, Schwingfan und leidenschaftlicher Angler. «Mitte Juli werde ich für drei Wochen nach Alaska zum Lachsfischen reisen», freut sich Mathys mit einem Strahlen im Gesicht.

Und: «Im Spätsommer sehe ich mir den Schwägalp-Schwinget an, für mich eines der prägendsten und schönsten Feste im Land. Aeby wird als Alpinist und SAC-Mitglied Hochgebirgstouren absolvieren. Ohne Aktivitäten in seinem Verein kann er jedoch nie sein. «Der Kindersport liegt mir halt am Herzen». Ob er dabei an sein Enkelkind Jason denkt, das bei ihm in den Unterricht geht?

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