Promotion League

Unterschiedliche Gefühlslagen vor dem Basler Derby

Presley Pululu war auffälliger Bestandteil der FCB-Offensive.

Presley Pululu war auffälliger Bestandteil der FCB-Offensive.

Während die Black Stars in Breitenrain mit 0:1 verlieren, siegt die U21 des FCB gegen Sion. Am nächsten Spieltag treffen die beiden Mannschaften aufeinander.

Am Dienstag hatten die Black Stars im Nachtragspiel in Münsingen nicht nur den ersten Sieg in dieser Promotion-League-Saison bewerkstelligt, sondern auch gleich dreimal ins gegnerische Netz getroffen. Die Hoffnung vor dem Match in Breitenrain war, dass die bisherigen Probleme in der Offensive der Vergangenheit angehörten.

Doch dem war nicht so. Zwar liessen die Basler den Ball gepflegt durch die eigenen Reihen laufen und kamen auch immer wieder in Tornähe zum Abschluss, doch wirklich gefährlich wurde es nur selten. Auch das Spiel der Breitenrainer sah bis auf den Abschluss ziemlich ansprechend aus. Im Gegensatz zu den Gästen kam der Berner Quartierclub durch Marko Dangubic (61.) und Artian Kastrati (74.) aber zu zwei echten Tormöglichkeiten, die aber beide vom starken Steven Oberle zunichte gemacht wurden.

Die Partie lief auf ein 0:0 hinaus, was auch das gerechte Ergebnis gewesen wäre. Doch wie so oft in solchen Spielen entschied ein Tor nach einem Standard die Begegnung. In der 76. Minute war es Breitenrains Abwehrchef Nicola Nilovic, der per Kopf nach einem Corner die drei Punkte sicherte und dafür sorgte, dass die Black Stars weiterhin in den hinteren Tabellenregionen anzutreffen sind. Zudem dürfte das Selbstvertrauen vor dem Derby gegen die U21 des FC Basel am nächsten Samstag einen Dämpfer erlitten haben.

Die FCB-Junioren trotzen erschwerten Vorzeichen

Ganz anders sieht die Gefühlslage bei den Rotblauen aus, die gegen die Altersgenossen des FC Sion einen starken Auftritt zeigten und mit 2:1 gewannen. Das konnte nicht unbedingt erwartet werden, denn U21-Trainer Matthias Kohler war wenige Tage zuvor noch «mit Herz und Seele» für die U18 verantwortlich gewesen. «Zudem fehlten diverse Spieler im Training, weil sie bei den Nationalmannschaften waren oder bei der ersten Mannschaft trainierten», blickte der Deutsche auf die erschwerte Vorbereitung zurück.

Doch seine neue Mannschaft brachte von der ersten Sekunde an eine hohe Intensität auf den Platz und hielt sie bis zum Schluss aufrecht. «Mehrere Spieler haben mir gesagt, dass sie total kaputt sind», lächelte Kohler nach dem Abpfiff und erklärte anschliessend die Vorzüge dieses kräfteraubenden Spielstils: «Mit dem Ball in den eigenen Reihen hast du das Tempo in der Hand. Und wenn du es hochhältst, ergeben sich automatisch Räume – egal, ob das in der 30. oder 75. Minute ist.»

Ein Basler Traumtor in Entstehung und Vollendung

Mit zunehmender Dauer kam das Heimteam immer häufiger zu Chancen, verpasste es aber, den Match zu entscheiden, sodass die Walliser nach ihrem überraschenden Anschlusstreffer in der 55. Minute bis zum Schluss auf einen Punktgewinn hoffen durften. Kohler sah darin etwas Positives: «Die Spieler mussten an ihr Limit gehen. Das wäre bei einem 4:0 nach einer Stunde nicht der Fall gewesen.» Speziell in der 77. Minute musste der Trainer um die drei Punkte zittern. Doch FCB-Goalie Jozef Pukaj parierte einen Foulpenalty und hielt den Sieg fest.

Das Highlight der Partie war der Basler Führungstreffer in der 19. Minute gewesen: Theo Gradaile eroberte den Ball an der eigenen Hälfte, überspielte mit einem Pass zwei Sion-Ketten ehe Presley Pululu das Spielgerät übernahm und das Leder auf die rechte Seite zu Mehmet Manis brachte. Dessen Hereingabe legte Daniele Versco per Aussenrist in den Lauf von Leonardo Gubinelli, welcher volley aus 14 Metern traf. In Vorbereitung und Vollendung ein herrliches Tor.

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