Coronavirus

Unverständnis für Vereine: Abends bleiben Schulsporthallen leer

Die Schulsporthallen in Basel bleiben abends leer.

Die Schulsporthallen in Basel bleiben abends leer.

Basler Sportvereine, die normalerweise auf Schulanlagen trainieren, dürfen die leeren Hallen nicht nutzen. Das gefällt den Betroffenen nicht, aber es gibt aktuell keine Alternativlösung.

Die Ankündigung des Bundes, dass Vereine ab dem 11. Mai endlich wieder trainieren dürfen, lies die Herzen vieler Hobbysportler höher schlagen. Beim genaueren Hinsehen fiel dann aber auf, dass es vorher viele Baustellen abzuarbeiten gab. Schutzkonzepte mussten erstellt und bewilligt werden. Die Vereine investierten Stunden, um alles entsprechend vorzubereiten. Einige von ihnen wie die Basketballer der Starwings oder die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen trainieren seit ein paar Tagen wieder. Doch obwohl ein Training theoretisch wieder möglich ist, gibt es auch in Basel Vereine, die das ohne eigenes Selbstverschulden aktuell noch nicht können.

Schuld sind die Räumlichkeiten. Im Kanton Basel-Stadt haben aktuell nur die Vereine Zugang zu ihren Trainingsplätzen oder -hallen, die auf öffentlichen Anlagen, die vom Sportamt vermietetet werden, zu Hause sind. Andere Vereine wie der Basketballclub Bären Kleinbasel oder der Boxclub Basel trainieren auf Schulanlagen und dort dürfen sie aktuell noch nicht wieder hin. Denn die Freigabe der Anlagen gilt nur für die öffentlichen Sportplätze und nicht für die Schulanlagen. Simon Thiriet, Leiter Kommunikation des Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt, erklärt: «Das BAG sagt in seinen Grundprinzipien, dass momentan keine schulexternen Personen auf das Schulareal sein sollten. Deshalb machen wir die Schulturnhallen abends noch nicht für Vereine auf.»

Angelo Gallina, Präsident Boxclub Basel

Angelo Gallina, Präsident Boxclub Basel

Die direkt Betroffenen verstehen diesen Entscheid nicht. Angelo Gallina, Präsident vom Boxclub Basel, sagt: «Abends sind keine Schüler auf dem Schulareal und die Sporthallen stehen leer. So können an die 150 Kinder und Jugendliche nicht trainieren.» Viele Vereine versuchen deshalb, auf die öffentlichen Hallen auszuweichen. Doch das ist nicht so einfach, denn die freien Slots werden an den schnellst Reservierenden vergeben und falls der Zeitraum nicht passt, ist er halt wieder weg.

Doch es gibt Grund zur Hoffnung. Das Erziehungsdepartement ist damit beschäftigt, eine allfällige Öffnung zu planen. Thiriet sagt: «Sobald sich an den BAG-Empfehlungen wieder etwas ändert, versuchen wir zügig, die Vereine unter den geltenden Bestimmungen wieder in die Hallen zu bekommen.» Dann können auch endlich wieder Vereine trainieren, die auf die Schulanlagen angewiesen sind.

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