Dass die Laufner starke Volleyballer haben, ist bekannt. So spielten sie in ihrer 43-jährigen Vereinsgeschichte bereits einige Male in der Nationalliga B. Nach einer fünfjährigen Durststrecke haben sie nun den Aufstieg in die Nationalliga B wieder geschafft, und das auf eindrückliche Art und Weise. Im zweiten Playoff-Final zu Hause liessen sie den ebenfalls stark aufspielenden Gästen aus Bern keine reelle Siegchance. So erstaunte es nicht, dass das Heimteam bereits nach 45 Minuten mit 2:0 in Führung lag und auch den dritten Satz für sich entscheiden konnte. Kein Wunder, denn die Gastgeber wurden von den rund 300 Zuschauern mächtig angefeuert und rhythmische Paukenschläge sorgten für eine tolle Stimmung.

Lob für den Trainer

Trainer, Präsident und der Captain sind sich einig, woran es liegt, dass die Laufner wieder top sind: Michel Ancel, der Captain, sagte es so: «Die Mannschaft hat dank Trainer Marco Boccali neue Impulse erhalten.» Boccali, der das Team vor zwei Jahren übernahm, habe zwar, so Ancel, nie selber Volleyball gespielt. Doch seine gute Trainerausbildung und welsche Mentalität habe dem Team frischen Schwung verliehen, windet der Captain seinem Trainer ein Kränzchen. Nebst drei wöchentlichen Trainings wurde auch im mentalen Bereich vermehrt gearbeitet. Trainer Marco Boccali lobte seinerseits Team-Captain Michel Ancel: «Er hat den Kern der Mannschaft auch in schlechten Zeiten zusammengehalten, und das seit fünf Jahren.» Der Trainer ergänzt: «Ein starkes Kollektiv macht den Erfolg aus.»

Wegweisendes Hinspiel

Für die Laufner war es sicher ein Vorteil, dass sie bereits das erste Playoff-Final auswärts gegen den STB Volley mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Und unverkennbar war, dass das Team am Sonntag seriös vorbereitet und auf die entscheidende Partie bestens eingestellt war.

Einen wichtigen Anteil am Aufstieg hat auch Oldie Sämi Straumann, der das Team auf diese Saison hin verstärkte. Der 42-jährige Basler Routinier spielte während den beiden letzten Saisons beim Aargauer Verein TV Lunkhofen in der Nati B. Und Ende der Neunziger mit Gelterkinden sogar in der NLA. Straumann, der bereits früher einmal für den VBC Laufen spielte, begründet seine Rückkehr vor allem mit dem kürzeren Anfahrtsweg. Obwohl der Zusammenhalt und die Stimmung im VBC Laufen gut sei, möchte er nächste Saison eher nicht mehr in der Nationalliga B spielen – auch wegen seiner Knieprobleme. Gleichzeitig fügt er aber hinzu: «Aufhören möchte ich auch noch nicht. Es ist mir jedoch nicht mehr so wichtig, in welcher Liga ich spiele.»

Wichtig für Volley in der Region

Laut Vereinspräsident Beat Nussbaumer ist dieser Aufstieg «enorm wichtig», und zwar nicht nur für das Männervolleyball und die Region, sondern auch für den Nachwuchs. Letzterer sei momentan nur spärlich vorhanden.