Testspiel

Valentin Stocker vermisste beim Test die Kurve: «Nächste Woche wirds noch emotionaler»

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Valentin Stocker kehrt nach dreieinhalb Jahren in Deutschland zurück nach Basel. Im Testspiel gegen Luzern (1:0) hat er seinen ersten Auftritt im Joggeli nach der Rückkehr. Im Interview nach dem Spiel redet er über seine Eindrücke und Emotionen.

Sie spielten heute erstmals wieder im Joggeli. Bei Ihrer Auswechslung gab es Sonderapplaus. Wie haben Sie Ihre Rückkehr erlebt?

Das war schön, aber noch nicht so emotional. Die Kurve hat sicher gefehlt. Nächste Woche wird es bestimmt noch einmal intensiver. Aber nichtsdestotrotz: Der Platz ist super und die Leute, die gekommen sind, haben – vor allem in der zweiten Halbzeit – ein emotionales und gutes Testspiel erlebt.

Im Trainingslager verloren Sie mit dem FCB alle Testspiele. Wie wichtig war es jetzt, dass man am Mittwoch gegen Winterthur (1:0) und jetzt gegen Luzern (1:0) noch zweimal gewinnen konnte?

Das ist mit Sicherheit wichtig, dass wir nun auch noch als Gewinner vom Platz gehen konnten. Es gibt uns Gewissheit, dass die Dinge, die wir in Marbella trainiert haben, auch funktionieren. Wenn man in einem Spiel zwar gute Situationen kreiert, aber dann verliert, wirft das immer einen gewissen Schatten auf das Gesamtbild. Für das Selbstvertrauen war der Sieg sicher wichtig.

Sie sind neu in die Mannschaft gekommen. Nicht als einziger, der FCB hat einen kleineren Umbruch hinter sich. Wie eingespielt seid ihr unterdessen schon?

Ich glaube, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass wir Neuankömmlinge wirklich alles geben, um uns möglichst schnell und gut zu integrieren. In die Spielweise, die Spielart, die Raphi (Trainer Raphael Wicky, d. Red.) spielen will. Persönlich versuche ich, vor allem mit meinen Mitspielern auf den Aussenbahnen zu sprechen und zu fragen, wie sie die Bälle gerne haben. Man hat ein paarmal gesehen, dass es sehr gut funktioniert. Handkehrum gab es natürlich auch Situationen, wo man sah, dass noch nicht alles ineinanderpasst. Aber das ist vollkommen normal.

Sie waren jetzt dreieinhalb Jahre in Berlin, machten 76 Spiele für die Hertha in dieser Zeit. Sie sind gereift. Wie hat sich Ihre Rolle verändert im Team beim FC Basel?

Das ist momentan noch schwierig zu sagen. Ich wachse noch immer in meine Rolle hinein, bin seit zwei, drei Wochen beim Team. Derzeit versuche ich einfach gute Matches zu spielen und so der Mannschaft zu helfen, dass ich meine Meinung und meine Erfahrung einbringe, wenn ich gefragt werde.

Sie haben vorhin erwähnt, dass sie daran sind, sich in die Spielweise von Raphael Wicky zu integrieren. Ist es für Sie eine grosse Umstellung?

Fiese Frage (lacht). Nein, eigentlich nicht. Ich war zuletzt zwar verletzt, aber so lange war ich nicht weg (Meniskusriss und –operation Anfang November, d. Red.). Ich spiele gerne erfolgreich Fussball. Im Ballbesitz. Von daher kommt mir die Spielweise sehr entgegen. Die Bundesliga hat mir sicher auch gut getan, um diesen Kampf noch einmal anzunehmen. Die dreieinhalb Jahre in Berlin haben mich auch fussballerisch weitergebracht. In den Zweikämpfen, im Ballhalten, im schnellen Treffen von Entscheidungen. Ich hoffe schon, dass ich das jetzt auch mit in die Meisterschaft in der Schweiz nehmen kann.

Also merken Sie bei einem Spiel wie heute gegen Luzern, dass es ein bisschen weniger schnell zu- und hergeht in der Schweiz?

Es ist schwer, das zu beurteilen. Letztlich war das heute nur ein Testspiele. Das ist eine Frage, die ich besser in einem halben Jahr beantworten kann.

Sie haben Ihre Verletzung angetönt. Wie geht es Ihrem Knie?

Sehr gut. Ich wurde gut operiert, kann voll mittrainieren. Der Doktor meinte, es sei alles super verlaufen und prophezeite, dass ich keine Probleme haben werde und das hatte ich bisher auch nicht.

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