Eishockey

Verdienter erster Saisonsieg für den EHC Basel

Der EHC Basel gewinnt auswärts in Chur.

Der EHC Basel gewinnt auswärts in Chur.

Im vierten Saisonspiel erzwingt der EHC Basel in den letzten acht Spielminuten mit einer aufopferungsvollen Leistung den ersten Saisonsieg. Der Ausgleich erfolgte in Unter- der Siegtreffer in Überzahl.  

Der EHC Basel war von Beginn an gewillt, in Chur den ersten Saisonsieg einzufahren. Bereits in den ersten sechs Spielminuten bestand die Möglichkeit, durch zwei Powerplays diese Weichen zu stellen. Leider noch ohne Abschlussglück. Chur verteidigte dabei sehr offensiv und hatte ihrerseits auch eine Möglichkeit in Führung zu gehen. Haller konnte dies mit einer gelungen Parade verhindern. Bei ausgeglichenem Spielerbestand machte Basel den etwas stilsicheren Eindruck. Die Bündner versuchten es hauptsächlich mit Weitschüssen.

Nach 13 Spielminuten musste Basel über eine Minute lang in doppelter Unterzahl spielen. Mit etwas Glück und viel Kampfgeist hielt Basel das eigene Tor rein. Auf der anderen Seite fast ein Shorthander durch Alihodzic. Er traf jedoch nur den Pfosten. Kellenberger, Maurer und Schir hatten weitere guten Möglichkeiten, scheiterten aber am ebenfalls guten Bündner Torhüter Kortin.

Keine Belohnung für gute Leistung im Mitteldrittel

Im Mittelabschnitt kommt Chur entschlossen aus der Kabine und hatte die ersten zwei Möglichkeiten. Basel konnte sich jedoch rasch von der kleinen Druckphase lösen und dem Spiel wieder den Stempel aufdrücken. Es folgen weitere gute Torchancen von Vogt, Zwissler und Demuth. Ein Treffer wollte nicht gelingen. Immer war ein Stock eines Churers dazwischen. Stattdessen gelang Chur durch Bestplayer Sablatnig auf schönen Rückpass von Bruderer das erste Tor. Basel zeigte sich keineswegs durch den abermaligen Rückstand geschockt und erhöhte das Tempo. Zudem gewann man nun die meisten Anspiele und Zweikämpfe und erarbeiteten sich so weitere Chancen. Das erlösende Tor wollte aber einfach nicht fallen. So führte Chur etwas entgegen des Spielverlaufs nach zwei Dritteln mit 1:0.

Zwei Tore in Über- und Unterzahl entscheiden Spiel

Im Schlussdrittel agierte Basel so zielstrebig wie sie das Zweite beendet hatten und drückten auf den Ausgleich. Es folgten weitere Chancen wie durch Terzago oder Kiss praktisch im Minutentakt. Kortin liess sich dabei (noch) nicht bezwingen. Acht Minuten vor Schluss wird Schmutz für ein "Halten" auf die Strafbank geschickt. Da er sich mit dem Entscheid des Schiedsrichters schwer tat, kam noch ein unsportliches Verhalten dazu.

Die Churer fühlten sich nun offenbar zu sicher. Himelfarb gewann das Anspiel. Sofort wurde umgeschaltet und eine Zwei gegen Eins Situation in der Offensive kreiert. Kellenberger konnte so auf Pass von Himelfarb ausgleichen. Noch waren fast vier Minuten Unterzahl zu überstehen, die durch eine Strafe gegen Chur auf rund dreieinhalb Minuten verkürzt wurden. In der nachfolgenden Überzahl schiesst Terzago mit einem satten Schuss und ersten Powerplaytor der Saison die Basler ins Glück. Die letzten zwei anderthalb Minuten nimmt Chur für einen sechsten Feldspieler den Torhüter raus und brachen Haller nochmals in den Fokus. Die Basler brachten schlussendlich den verdienten Sieg nach Hause.

Schwung mitnehmen

Für Lars Kellenberger, bester Mann des Spiels, fiel nach dem Sieg ein grosser Stein vom Herzen: "Nach zwei Drittel und dem Rückstand hat Marco Vogt noch in der Kabine gesagt, dass jetzt unbedingt ein Sieg her muss. Jedem war klar, was es jetzt braucht. Die ersten zwei Drittel waren wir nicht schlechter, der Puck wollte einfach nicht rein. Gratulation an das Team, dass wir das geschafft haben."

Genau diese Möglichkeiten beschäftigte Leuenberger auch nach dem Spiel: " Wir erarbeiten uns viele Torchancen. Es nützt jedoch nicht viel, wenn die Schüsse nicht aus einer gefährlichen Position herauskommen. Glücklicherweise haben wir dann im Schlussdrittel dann doch noch Kapital daraus schlagen können." Dass die Kehrtwende nach einer 2x2 Minutenstrafe kommt war auch für Kellenberger speziell:" Uns war nach der Strafe klar, dass wir etwas machen müssen, da wir die Hälfte der restlichen Spielzeit mit einem Mann weniger absolvieren müssen. Wir wollten offensiv denken, was schlussendlich zum Erfolg geführt hat. Eric hat bei einer Zwei gegen Eins Situation perfekt für mich aufgelegt. Nachher zogen wir das Momentum auf unsere Seite und erzielten verdientermassen den Siegtreffer."

Nun sei es wichtig, den Schwung in das nächste Spiel (am Samstag, um 17:30 Uhr) zu Hause gegen Düdingen mitzunehmen: "Spielerisch sind wir noch nicht dort wo wir sein können. Viel kommen zu wenig in Abschlusssituationen, lassen zu viele Chancen liegen. Gegen Düdingen möchten wir nun befreit aufspielen. Dabei müssen wir auch defensiv konsequenter und konzentrierter sein, damit wir nicht immer einem Rückstand hinterherlaufen, so Kellenberger zum Schluss.

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