Handball
Verletzt und ratlos in die verdienten Ferien

Die beiden Baslerinnen Stephanie Mathys und Seraina Hochstrasser haben mit dem U19-Nationalteam die EM-Qualifikation klar verpasst. Für die drei deutlichen Niederlagen haben die beiden noch keine Erklärung gefunden.

Fabian Kern
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U19-Handballerinnen verpassen EM-Quali klar
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 Seraina Hochstrasser versucht ihrer österreichischen Gegnerin auszuweichen.
 Das harte Eingreifen der Gegner setzte Seraina Hochstrasser zu.

U19-Handballerinnen verpassen EM-Quali klar

Alexander Wagner

Im Spiel der letzten Chance war der Tank leer. Nach drei wenig überzeugend abgegebenen Fehlwürfen von Stephanie Mathys und einer Defensivleistung der Schweizerinnen, die diesen Namen nicht verdiente, lag das Team von Alex Milosevic gegen Österreich bereits mit 1:6 im Rückstand. Aus der Traum von der EM-Teilnahme in den Niederlanden. «Das ist sehr schade. Wir haben wirklich daran geglaubt, aber schlussendlich haben wir unsere Leistung nicht gebracht», fasste Mathys in der Sporthalle Zug zusammen.

Eigentlich hatte die Schweiz die Qualifikation aber bereits am Karfreitag verspielt. Zum Auftakt gegen die Slowakei hatte man sich im Vorfeld gute Siegchancen ausgerechnet. Doch nach zwanzig ansprechenden Minuten verloren die Schweizerinnen den Faden und fanden ihn nicht mehr. Das 23:30 war ein moralischer Tiefschlag, von dem sich die Gastgeberinnen nicht mehr erholten. Dem 19:34 gegen den Favoriten Deutschland folgte am Ostersonntag eine erste Halbzeit gegen Österreich, die nicht schlechter hätte laufen können. Kein Druck im Angriff, kein Zupacken in der Verteidigung – die Schweizerinnen wurden von den dynamischen Österreicherinnen mit einem 8:19-Pausenstand bestraft. Am Ende resultierte ein 22:30 in jenem Spiel, das die Schweiz mit neun Toren hätte für sich entscheiden müssen. «Wir sind extrem enttäuscht. Es wäre etwas dringelegen», sagte Seraina Hochstrasser, neben Stephanie Mathys die zweite Spielerin von Basel Regio.

Reelle Chancen hatte man der Schweiz eingeräumt. Nach diesen drei Spielen muss man aber sagen, dass zumindest Deutschland und Österreich mindestens eine Klasse höher einzuschätzen sind. «Natürlich sind wir körperlich unterlegen. Aber gegen Deutschland wurden wir unter Wert geschlagen», wehrt sich Hochstrasser. Auch persönlich kann die Flügelspielerin kein befriedigendes Fazit ziehen. In den drei Partien blieb sie ohne Torerfolg. Zu oft wurde sie nur als Ballstation eingesetzt.

Mathys mit Knieverletzung

Anders lief es Stephanie Mathys. Die Rückraumspielerin war gegen die Slowakei mit fünf Treffern die zweitbeste Skorerin, bevor sie im Deutschland-Spiel von einer Knieverletzung gebremst wurde. «Irgendetwas am Seitenband ist kaputt gegangen», meinte die Linkshänderin. Danach lief es ihr nicht mehr. Gegen Österreich gelang ihr kein Tor, die Unsicherheit stand ihr ins Gesicht geschrieben. «Ich habe mich nicht gut gefühlt», bestätigt die 18-Jährige den Eindruck. Deshalb freute sie sich wie ihre Teamkollegin auf die verdiente Pause. «Endlich ist diese Saison vorbei», seufzte Seraina Hochstrasser. Und auch wenn der Abschluss nicht so erfreulich war, dann bleibt immer noch die Erinnerung an den Aufstieg in die SPL mit Basel Regio.