Im Rahmen des Konzepts der neuen Führung des FC Basel, vermehrt eigene Nachwuchsleute in die erste Mannschaft einzubauen, schaffte auf die neue Saison hin gleich ein Quartett den Sprung zu den Profis: Pedro Pacheco, Dominik Schmid, Neftali Manzambi und Afimico Pululu.

Gleichzeitig hinterliessen die vier eine beachtliche Lücke in der Basler U21, wo sie zuletzt Leistungsträger waren. Und weil mit Berkay Sülüngöz (zu Rapperswil-Jona), Ambre Nsumbu (auf Clubsuche) und «Oldie» Giuseppe Morello (trainiert neu die U15) drei weitere Stammkräfte nicht mehr in Rotblau auflaufen werden, dürfte ein Abschneiden wie in der Spielzeit 2016/17 (Rang 3) ziemlich schwierig werden.

«Ja, die Mannschaft ist jünger geworden», bestätigt Massimo Ceccaroni und ergänzt: «Ich glaube, das tut ihr ganz gut.» Der Basler Nachwuchschef, der das Team in den letzten Partien der Vorsaison auch gecoacht hat, sieht aber in Akteuren wie Robin Adamczyk, Yves Kaiser, Gezim Pepsi oder Martin Liechti genug Säulen, die den aus der U18 nachgerückten Neulingen die notwendige Stabilität verleihen können.

Ausbildung und Ergebnis

Ausserdem dürfte der eine oder andere Aufsteiger ins «Eins» ab und zu in der Promotion-League-Equipe auflaufen. «Aufgrund der Kadergrösse und weil sie vielleicht noch etwas Zeit brauchen, ist es sinnvoll, dass sie sich in der U21 Wettkampfpraxis holen», so Ceccaroni.

Neuer Chef an der Seitenlinie des ältesten FCB-Nachwuchsteams ist Arjan Peço, der bereits die U14, die U17 und die U18 der Rotblauen gecoacht hat. Der ehemalige Mittelfeldspieler des FC Concordia empfindet diesen Rucksack als «Riesenvorteil. Denn ich kenne die Philosophie des Vereins natürlich bestens.»

Bestens beurteilen kann Peço auch, worin sich die einzelnen Stufen im Nachwuchsfussball unterscheiden: «Bei der U14 liegt der Schwerpunkt bei der Ausbildung der Junioren. Doch je höher es nach oben geht, umso wichtiger werden die Ergebnisse.»

«Eine Riesenumstellung»

Den erfolgreichen Spagat zwischen individueller Förderung und guten Resultaten hat der studierte Betriebsökonom in der Vergangenheit wiederholt bewerkstelligt, zuletzt gewann er mit der U18 den Schweizer-Meister-Titel. In der Promotion League dürften die Trauben des Erfolges aber deutlich höher hängen, gilt doch der Schritt vom Nachwuchs- in den Aktivfussball als der grösste in der Laufbahn eines Juniors. «Es ist eine Riesenumstellung, auch im Training», bestätigt Peço.

In den vergangenen Jahren hatten die Basler U21-Junioren vor allem bei Standards der «Erwachsenen» Mühe. «Wir haben viele stehende Bälle – offensiv und defensiv – trainiert», meint Peço dazu. Nicht viel kann der 42-Jährige dagegen zum Auftaktgegner seines Teams sagen.

«In der letzten Saison hat YF Juventus gegen den Abstieg gekämpft, aber die Mannschaften in der Promotion League ändern ihre Kader ständig.» Der Trainer fiebert dem Startspiel (2. August, 20 Uhr, Leichtathletikstadion St. Jakob) jedenfalls wie ein Fan entgegen und sagt: «Ich bin sehr gespannt.»