Während die Basketball-Saison 2013/14 für das Birstaler Kombinat bereits am 6. April mit einer 47:109-Niederlage in Fribourg zu Ende gegangen ist, werden dieses Fribourg und Lugano morgen Freitag im Tessin die «Belle», die siebte und alles entscheidende Partie um den Schweizer Meister, austragen.

In diesen knapp zwei Monaten sind die Vereinsverantwortlichen nicht untätig geblieben, «aber zum jetzigen Zeitpunkt können wir nichts Konkretes bezüglich Trainer und Spieler sowie Vorstandsbesetzungen sagen», so Pascal Donati (51), Vize-Präsident und Medienverantwortlicher der «Wings».

Sicher sind bis jetzt nur Abgänge und Rücktritte. Der eine ist jener von Viktor Mettler (43), der im Februar 2013 – nach einer längeren Pause – wieder in den Basketball zurückkehrte und zuerst als Teammanager, seit Dezember 2013 auch als Ad-interim-Trainer der Nationalliga-A-Equipe fungierte. Der frühere Nationalliga-Spieler wäre bereit gewesen, auch in der Saison 2014/15 als Cheftrainer zu fungieren. Mit Roland Pavlovski als Assistenten beispielsweise. Doch für diese Idee konnte sich der Vorstand um Noch-Präsident Martin Spörri (er tritt im August, anlässlich der ordentlichen Generalversammlung, ebenfalls zurück) nicht erwärmen.

Mitten in der Evaluation

Der neue Trainer ist noch nicht bestimmt, aber alle Indizien gehen in Richtung Roland Pavlovski (41), welcher in der Saison 2012/13 bereits Cheftrainer war, dann aber, als Mettler zum Klub stiess, durch Marko Simic ersetzt wurde. Mettler wiederum beerbte Simic. «Es wäre nicht sehr glaubwürdig, weiterhin als Teammanager zu fungieren, wenn Roland Pavlovski Cheftrainer ist. Ich bin konsequent und habe mich entschlossen, mein Amt niederzulegen», so der Zwei-Meter-Mann.

Donati entgegnet, dass «Roland Pavlovski noch nicht Trainer der Starwings ist. Der Vorstand ist am Evaluieren, aber einen reinen Profitrainer können wir uns schlicht nicht leisten», so der Träger des Baselbieter Sportpreises 2007. «Ein Starwings-Trainer muss die Finanzverantwortung mittragen und wissen, dass zwar vieles wünsch-, aber wenig machbar ist», erklärt Donati.

Pavlovski hat nicht nur die höchsten Trainerausbildungen der Schweiz absolviert, sondern bewies, dass er gerade bei der Auswahl der Profispieler gut evaluieren kann. Viele Basketball-Kenner und Matchbesucher hätten sich in der letzten Saison, als die Litauer viel versprachen und wenig(er) hielten, das beständige Trio Brandon Jenkins, Jaraun Burrows und Justin Dobbins aus den Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 mit Pavlovski gewünscht.

Keine künstliche Unruhe erzeugen

Joël Fuchs dürfte zu Fribourg gehen, Nationalspieler Stefan Petkovic kaum wieder, alleine schon der Finanzen wegen, bei den Starwings spielen. «Wir sind im Kontakt mit interessanten Spielern. Man soll keine künstliche Unruhe erzeugen, die Saison ist noch im Gange und wir machen uns seit Wochen Gedanken für die neue Spielzeit», so Roland Pavlovski, welcher derzeit als Technischer Leiter der Starwings amtet. Der Birsfelder macht keinen Hehl daraus, dass er sich zutraut, «auch mit den beschränkten Mitteln eine Equipe zu führen, welche Nationalliga-A-Niveau haben wird». Aber auch im Nachwuchsbereich müssen neue Trainer gesucht werden – Daniel Bumann (U19) wurde in diesen Tagen durch Pavlovski ersetzt, Sandro Tavella (U23) will sich nächste Saison eine Auszeit nehmen.

Die Trainerfrage dürfte in den nächsten Wochen geklärt werden. Das ausländische Trio (vielleicht reicht es auch für ein Quartett) dürfte erst nach den Sommerferien bekannt sein, während personelle Fragen bezüglich Vorstandsposten und Catering-Team «dann beantwortet werden, wenn Nachfolger fix gefunden sind», so Donati mit Nachdruck. Und Pavlovski ergänzt: «Die Starwings spielen seit neun Jahren in der Nationalliga A. Die Starwings haben über 100 Nachwuchsspieler, stellen als eine der wenigen Schweizer Klubs Teams in den nationalen Kategorien U23, U19 und U16, die allesamt Spitzenränge belegen. Wir haben also nicht alles falsch gemacht», so der designierte Trainer für das Fanionteam.