Volleyball Sm’Aesch Pfeffingen
Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen scheitern an den Nerven

Das Basler Kombinat Sm’Aesch Pfeffingen kann im Spiel gegen Schaffhausen nicht überzeugen. Nun benötigen die NLA-Volleyballerinnen zum Erreichen der Finalrunde einen Exploit.

Paul Ulli
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Dominique Haussener (links) erwischt den Ball, scharf beobachtet von Sandra Senn (rechts).

Dominique Haussener (links) erwischt den Ball, scharf beobachtet von Sandra Senn (rechts).

Sm’Aesch-Trainerin Jana Surikova wollte vor dem Spiel sämtlichen Druck von ihrem Team nehmen: «Wir müssen einfach unser Spiel aufziehen und nicht auf den Gegner schauen». Doch ihre Mannschaft fand an diesem Nachmittag nie in dieses wichtige Spiel. Acht Annahmefehler, kaum effiziente Blockarbeit und ein leicht berechnendes Angriffsspiel brachte den Schaffhauserinnen einen relativ leicht erspielten 2:0-Satzvorsprung ein.

Während bei Sm’Aesch ausser Martina Frankova und Sandra Senn in dieser Phase kaum eine andere Spielerin punkten konnte, verteilten sich die Punkte bei Kanti gleich auf mehrere Angreiferinnen. Bei den mit acht Ausländerinnen (!) ins Baselbiet gereisten Gästen überzeugte vor allem die gross gewachsene Isländerin Jona Gudlaug Vigfusdottir.

Dem Gegner einfach gemacht

Das Heimteam machte es aber dem Gegner auch sehr einfach, denn die Feldverteidigung fand beim Birstaler Kombinat überhaupt nicht statt. Dies schien sich im dritten Satz zu ändern. Die Baselbieterinnen kamen nach der Pause selbstbewusster aus der Kabine. Jetzt endlich punktete auch Kerley Becker durch die Mitte und die Gastgeberinnen lagen immer wieder mit ein bis zwei Punkten in Führung. Auch beim Publikum kam wieder Hoffnung auf und die über 500 Zuschauer feuerten ihre Mannschaft lautstark an.

Doch die mit sehr zittrigen Händen agierenden Sm’Aesch-Volleyballerinnen brachten sich auch jetzt wieder selber um die Früchte ihrer Anstrengungen. Auf jeden erzielten Punkt, folgte postwendend ein Anspielfehler. Das Team von Trainer Dirk Gross nahm diese Weihnachtsgeschenke dankend an und schoss Sm’Aesch nach dem 19:19-Ausgleich mit sechs Punkten in Folge richtiggehend ab.

Nicht einmal 50 Prozent des Potenzials

«Man muss sagen, dass Schaffhausen heute stark spielte und wir den Gegner mit zu vielen Eigenfehlern von Beginn an aufgebaut haben», meinte Teamchef und Präsident Werner Schmid. Enttäuscht war auch Chef-Coach Suriková: «Jedes Mal wenn wir gewinnen müssen, flattern die Nerven und die meisten Spielerinnen bringen nicht einmal fünfzig Prozent ihres Potenzials.» Noch ist die Finalrunden-Teilnahme nicht vergeben, doch braucht Sm’Aesch jetzt Punkte im schweren Auswärtsspiel von nächster Woche in Neuenburg.