Fussball
Vom Aufstiegsaspiranten zum Abstiegskandidaten: Was ist mit Timau los?

Seit diesem Winter ist Orazio Ferranti Trainer der AS Timau in der 2. Liga regional. Aktuell belegt der Titelkandidat nur den schwachen 11. Tabellenrang. Viel zu wenig für ein Team, das in den letzten Jahren immer ganz vorne mitgespielt hat.

Jeremy Weill
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Verletzt: Giuseppe Sciortino. BORER

Verletzt: Giuseppe Sciortino. BORER

Michelle Borer

Steigen aus der 2. Liga interregional mit Laufen und Therwil gleich zwei Teams aus der Region ab, wären die Auswirkungen auf die 2. Liga regional fatal: Statt drei wären es vier Mannschaften, die den Gang in die 3. Liga machen würden. Dies betrifft momentan die AS Timau, die auf dem unglücklichen 11. Tabellenrang stehen. Seit Winter ist neu Orazio Ferranti Trainer der Timauer.

Orazio Ferranti: Wir haben im Winter die Vorbereitung gut angefangen, sehr gut sogar. In den Testspielen schlugen wir unter anderem mit Bassecourt und Porrentruy zwei Mannschaften aus der 2. Liga interregional. Doch eine Woche vor Rückrundenstart verliess uns Stürmer Nicola Sibilia Richtung Aesch. Zudem verletzte sich mit Giuseppe Sciortino ein weiterer Angreifer und fällt vermutlich für die restliche Saison aus. Der Ausfall dieser zwei Persönlichkeiten im Sturm waren miserable Voraussetzungen für den Beginn der Rückrunde.

Ja. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Transfers von Sibilia konnten wir nicht mehr reagieren. Schauen Sie, in dieser Liga braucht man einfach gute Stürmer, Schlitzohre, die wissen wo das Tor steht. Beispielsweise Rheinfelden hat im Winter Tim Grossklaus geholt und ist vom letzten auf den zehnten Tabellenplatz nachgerückt. Hinzu kommt noch, dass wir vom Verletzungspech nicht verschont blieben. Und zu guter Letzt muss gesagt werden, dass wir fast alle Spiele mit nur einem Tor Abstand verloren haben. Es fehlt momentan etwas die Durchschlagskraft.

Ich habe dem Team gesagt: ‹Mit dem heutigen Spiel beginnt die Saison neu.› Die Trainingspräsenz ist gut und das ist das Wichtigste. Als ich noch Profi bei Baden war, haben wir unter dem jetzigen FCZ-Trainer Urs Meier mal zwölf Spiele am Stück verloren. Am Schluss schafften wir den Klassenerhalt dennoch. Solange gut gearbeitet wird, muss man dem Team Vertrauen geben und positiv Denken.

Unser Team ist enorm alt, mit einem Schnitt von 31 Jahren. Die Planung sieht einen Umbruch im Sommer vor. Ziel ist, dass Timau als Gesamtverein weiterkommt, denn wir wollen auch A-Junioren integrieren. Es ist ein gutes Projekt, ich habe meine Freiheiten und geniesse das Vertrauen der Vereinsführung.