Fussball
Vom FC Fribourg bleiben hauptsächlich die falschen Namen in Erinnerung

Es war kein spielerisches Highlight, die Begegnung zwischen der FCB U21 und dem FC Fribourg. Der rotblaue Nachwuchs bleibt nach dem 1:0-Sieg zu Hause ohne Punktverlust. Der Gegner lieferte die Unterhaltung neben dem Feld.

Nicolas Lurati
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FCB U21
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Pak gab den Pass zum Führungstor, hier wird er von Goalie Cedric Zimmermann und Manuel Domo gestoppt
Arlind Ajeti verteidigte gegen die Fribourger Stürmer, hier Arthur Deschenaux, solide
Michael Weber (hier gegen Fribourgs Antoine Vuilleumier) machte ein starkes Spiel, hatte auch beim Tor seine Füsse im Spiel
Kwang Ryong Pak gab den Assist zum Führungstor, hier stoppt ihn Antoine Vuilleumier
Torschütze Marco Aratore behauptet sich gegen Fribourgs Bertrand Ndzomo

FCB U21

Uwe Zinke

Was wird einem vom FC Fribourg - gestriger Gegner der U21 des FC Basel - am meisten in Erinnerung bleiben? Die vielen Offensivaktionen? Wohl kaum. Okay, der FCF hatte zwar nach der Pause eine kurze Druckphase, in der es das eine oder andere Mal vor dem Basler Kasten gefährlich wurde. Über die ganze Spielzeit gesehen, waren die Fribourger jedoch zu harmlos, um dem rotblauen Nachwuchs den Sieg streitig zu machen. Eine Einprägung in die Gedächtnisse der Betrachter wird es daher aufgrund des auf dem Spielfeld Gezeigten wohl nicht geben.

Nur Matchblatt war «nachhaltig»

Einen wirklich nachhaltigen Eindruck hinterliess hingegen das von unzähligen Fehlern übersäte Matchblatt der Gäste. Kaum ein Spielername war richtig geschrieben. Ein paar Beispiele gefällig? Aus Vuilleumier wurde auf dem Papier Vuilluemier, Ndarugendamwos Nachname verwandelte sich in Ndarugendawcm, bei Bühler vergass man die Ü-Pünktchen, bei Koné, Charrière und Dénervaud wurden die Accents unterschlagen, bei Zimmermann ein «n» vergessen und Ndzomo heisst logischerweise nicht Bartrand sondern Bertrand.

Nur drei aus dem «Eins»

Die Super League hat wegen der Nati-Pause spielfrei. Man durfte daher gespannt sein, welche Spieler des FCB-Fanionteams in der U21 eingesetzt würden. Die Zahl der Akteure aus der 1. Mannschaft, die gegen Fribourg in der Stammformation standen, hielt sich aber in Grenzen: Nur Arlind Ajeti, Simon Grether und Darko Jevtic kamen zum Einsatz. Besonders bitter verlief die Stippvisite in der U21 für Mittelfeldmann Jevtic: Nach nur 42 Minuten musste der 19-Jährige mit einer Schulterverletzung vom Platz.(NL)

All das interessierte die U21 des FCB natürlich nicht im Entferntesten. Die Schützlinge von Carlos Bernegger spielten geduldig ihr Spiel und gewannen gegen einen hartnäckigen Gegner die Partie schliesslich verdient mit 1:0. Torschütze für das «Zwei» des FCB war Marco Aratore, der einen herrlichen Spielzug über Michael Weber und Kwang Ryong Pak kaltblütig abschloss.

Ein Spektakel wie in den letzten Begegnungen wurde den Zuschauern zwar nicht geboten, trotzdem reichte es dem FCB-Farmteam im elften Saisonspiel zum bereits achten Vollerfolg. Eine weitere positive Statistik: Alle fünf Heimspiele der laufenden Meisterschaft gestaltete die U21 siegreich. «Fribourg war ein guter Prüfstein», so Bernegger. «Ich finde, wir haben die Aufgabe souverän gelöst.