Squash
Von morgens bis abends Spiel, Spass und Squash in Allschwil

Zum ersten Mal machte in Allschwil die offizielle Junioren-Turnierserie des Schweizerischen Squash Verbandes halt. Von morgens bis abends wurde im Van der Merwe-Center auf insgesamt acht Courts gespielt.

Carla Stampfli
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Die zwei Ustermer Junioren Raphael Bachmann (links) und Henrik Meier. Foto: Stephan Bürgi

Die zwei Ustermer Junioren Raphael Bachmann (links) und Henrik Meier. Foto: Stephan Bürgi

Stephan Bürgi

Viele spielten sich direkt auf den Courts warm, manche bevorzugten sich mit Musik und Laufübungen ausserhalb aufzuwärmen, andere wiederum stärkten sich vor dem Einsatz mit einem Sandwich. Zwei Courts waren eigens für die U11 reserviert, auf den verbleibenden sechs wurde Squash vom Besten geboten. Chris Hadden, Organisator der Junior Swiss Squash !t Turnierserien, erklärte kurz vor Beginn den Ablauf und erinnerte die Jüngsten, dass auch bei ihnen auf elf Punkten gespielt werde und nach zwei Aufschlägen der Andere am Ball sei. Nach dem Briefing ging es ruck-zuck los, gespielt wurde bis in den Abend hinein.

Auf einen Tag reduziert

Obwohl das Turnier wegen vielen Ferienabwesenden auf einen Tag reduziert werden musste, fanden doch einige Top-Juniorenspieler, wie die beiden Krienser Lukas Burkhart und Beni Fischer, den Weg in die Allschwiler Courts. Die verschiedenen Kategorien – vier bei den Junioren, eine bei den Juniorinnen – wurden nach nationalem Ranking ausgestellt und garantierten ein hohes Spielniveau.

Höchste Anforderungen an Teilnehmer

«Heute haben alle drei Partien, das wird hart werden. Denn normalerweise werden vier Spiele auf zwei Tage verteilt», erklärte Hadden. Nicht selten würden Top-Spieler bis zu 17 Kilometer in eineinhalb Stunden zurücklegen und den Ball mit bis zu 240 Stundenkilometern an die Frontwand schmettern.

Noch zu wenig bekannt

«Squash ist einfach zu lernen, taktisch interessant, athletisch und macht Spass. Nur kennen es die Leute einfach zu wenig», sagt der Trainer des Squash Club Allschwil, Dominique Chiquet. Der Klub zähle etwa 60 Junioren, doch «es müssten ein bisschen mehr werden.» Zurzeit werden im Van der Merwe-Center fünf Trainingseinheiten sowie Multisport-Camps angeboten. Einmal im Monat wird auch ein Turnier organisiert, «damit die Spieler Matcherfahrung gewinnen und ein Ziel vor Augen haben.»

Luca Gattler als Lokalmatador

Ebenso wichtig seien Anlässe wie das Junior Swiss Squash !t, das für zusätzliche Motivation und Ansporn sorge. Auch Luca Gattler, das Jungtalent des Klubs, finde es schön ein solches Turnier in Allschwil zu haben. Nervös sei er deswegen aber nicht, denn schliesslich Spiele er immer viel. Kaum gesagt stand er schon im Court und wärmte sich auf. «Er ist ehrgeizig und hat einen Wahnsinnsschlag», kommentierte der Präsident des Klubs Giovanni Bonavia, den 14-Jährigen.

Förderkonzept als Basis

Der Club möchte aber mehr motivierte Nachwuchs- und Breitensportler gewinnen. «Jetzt müssen wir dran bleiben und Knochenarbeit leisten. Mit dem erst kürzlich entwickelten Swiss-Squash-Sportförderkonzept, haben wir eine gute Basis, um weiterzumachen», erklärte der Präsident. Dranbleiben, damit die Region Basel wie zu früheren Zeiten, als Trainer Chiquet noch selber aktiver Spieler war, vermehrt Schweizer Meister und viele Nationalmannschaftsspieler hervorbringen kann.