FCB-Zahl der Woche
Vor dem morgigen Derby drängt die Frage: Bedeutet die 13 Glück oder Unglück?

Für manche ist die Zahl 13 eine Unglückszahl, für manche eine Glückszahl. Seit genau 13 Meisterschaftsspielen ist der FCB gegen Zürich ungeschlagen. Befreit sich der FCB also gegen Zürich aus der Krise oder wird die Zahl doch noch zur Unglückszahl?

Sébastian Lavoyer
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Befreit sich der FCB am Samstag gegen Zürich aus der Krise

Befreit sich der FCB am Samstag gegen Zürich aus der Krise

KEYSTONE/WALTER BIERI

Die verflixte 13. Für Mathematiker bloss eine Primzahl, für Abergläubische Ziffer gewordenes Unglück. Erstere sind offensichtlich deutlich in der Unterzahl. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass in etlichen Gebäuden der 13. Stock fehlt? Oder in Flugzeugen die 13. Sitzreihe?

Wobei die Angst vor der 13, die Triskaidekaphobie, stark kulturabhängig ist. In Italien zum Beispiel findet sich die Zahl an vielen öffentlichen Plätzen, sei es auf dem Markt, in Kirchen oder Kathedralen. Man bringt die 13 dort mit dem heiligen Antonius in Verbindung, dem Schutzheiligen der verlorenen Gegenstände und Menschen. Man betet zu ihm, wenn man zum Beispiel den Schlüssel verloren hat.

13

Spiele in Folge blieb der FC Basel in der Meisterschaft gegen den FC Zürich zuletzt ungeschlagen.

Beim FCB ist die italienische Fraktion überschaubar. Einzig Raoul Petretta und Davide Callà haben (auch) einen italienischen Pass. Trotzdem ist zu hoffen, dass der Aberglaube beim Serienmeister nicht verbreitet ist. Denn seit genau 13 Meisterschaftsspielen (8 Siege, 5 Unentschieden) sind die Basler gegen den FC Zürich ungeschlagen. Die als Hass-Gegner verschrienen Zürcher wurden seit der letzten Niederlage im August 2013 zu einer Art Lieblingsgegner für den FCB. Trotzdem wurde die Begegnung von der Polizei als Hochrisiko-Spiel eingestuft. Das soll noch einer verstehen.

Hoffnungsschimmer in der Krisenzeit

Es gibt also kein Bier am Samstag im Joggeli, dafür mit Sicherheit ganz viele Zürcher, die ihren Klub nach dem Sieg im Cup-Halbfinal gegen GC nach Basel begleiten. Und mit dem FCZ soll die Hoffnung nach Basel zurückkehren. Wie im Herbst 2017. Vor dem Spiel am 23. September war der FCB erstmals diese Saison in eine Krise gerutscht. Dann kam Zürich, ein umstrittenes Tor von Ex-FCZ-Junior Dimitri Oberlin und der Befreiungsschlag in Form eines 1:0-Sieges gegen den ewigen Rivalen.

Was folgte, war ein rotblauer Erfolgsrausch. Beginnend mit dem historischen 5:0-Triumph gegen Benfica. Danach folgten eine bisher nie gesehene Champions-League-Kampagne, eine fast schon unheimliche Aufholjagd und eine Winterpause, in der man alternde FCB-Stars aus dem Ausland in die Heimat lockte. Hier kommt der Bruch.

Fünf Spiele haben die Basler 2018 absolviert, vier Mal verloren. Die Krise ist zurück. Und am Samstag der FC Zürich. Ein letzter Hoffnungsschimmer. Einen Sieg soll es geben, einen neuerlichen Befreiungsschlag. Wenn da bloss nicht diese verflixte 13 wäre . . .