NLA-Handball

Vor dem Saisonstart: Wie der RTV Basel mit einer neuen Mannschaft den Ligaerhalt sichern will

Mit dieser Mannschaft startet der RTV Basel in die neue Saison.

Mit dieser Mannschaft startet der RTV Basel in die neue Saison.

Am Samstag startet der RTV Basel in die neue Saison der Swiss Handball League (SHL), und zwar mit einem Heimspiel gegen den TSV St. Otmar St. Gallen (18 Uhr, Rankhofhalle Basel). Grund genug, um einen genaueren Blick auf den Klub und die Mannschaft zu werfen.

Von den vorgestellten Neuzugängen sind die Talente Björn Buob (Kreisläufer) und Jannis Voskamp (Rückraum links) bereits letzte Saison mit einer Doppellizenz für den RTV aufgelaufen. Die beiden 19-jährigen wechseln vom TV Birsfelden zu den Baslern.

Mit Luca Engler streift ein weiterer Spieler, der in Birsfelden ausgebildet wurde, nächste Saison das Trikot des RTV über. Der Linkshänder war zuletzt beim HC Kriens-Luzern am Ball. Engler tritt die Nachfolge des letztjährigen Top-Scorers Rareš Jurča an, sicherlich kein leichtes Erbe. Dem einmaligen Schweizer Nationalspieler ist dieser Schritt aber durchaus zuzutrauen. Da Engler in der Vorbereitung durch einen Mittelhandbruch beeinträchtigt war, wird Nikola Isailović als sechster Neuzugang vorerst bis Ende September den RTV unterstützen. Der erfahrene Serbe kommt von der HSC Suhr Aarau, seine grössten Erfolge feierte er jedoch mit Wacker Thun (u. a. Schweizer Meister 2013).

Für den schwedischen Publikumsliebling Dick Hylkén wurde der Deutsche Kreisläufer Christian Skusa verpflichtet. Ein Spieler, der vor allem durch seine physischen Werte (203 cm/112 kg) auffällt und mit Abwehrchef Dennis Krause (203 cm/ 107 kg) einen körperlich sehr starken Innenblock in der 6:0-Verteidigung bilden kann. In der Defensive wird sich das Zusammenspiel zwischen Verteidigung und Torhüter aber erst einspielen müssen. So tritt der 34-jährige Routinier André Willimann die Nachfolge des litauischen Nationaltorhüters Aistis Pažemeckas im RTV-Tor an. Willimann kommt, wie Engler, aus der Innerschweiz von Kriens-Luzern nach Basel. Er wird mit U-21 Nationaltorwart Dennis Wipf und David Pfister das Trio zwischen den Pfosten bilden.

Auf jeder Position mindestens ein Erfahrener

Das Kader des RTV ist auf jeder Position mit mindestens einem erfahreneren Spieler besetzt, was in der Offensive zur notwendigen Abgeklärtheit und Ruhe führen sollte. Viel Verantwortung wird zunächst auf den Schultern der Legionäre Dennis Krause (Rückraum links), Tibor Jurjević (Mitte) und Nikola Isailović (Rückraum rechts) liegen.

Die Klubstrategie, mit möglichst vielen regionalen Spielern zu arbeiten, wird mit einem Blick auf das Kader ebenso deutlich. Ob dies auch sportlichen Erfolg bringt, hängt vor allem davon ab, wer die hinterlassenen Fussstapfen ausfüllen wird. Bei den Abgängen haben die Legionäre Pažemeckas, Hylkén, Jurča und Bruno Kozina (Rückraum) durchaus ein Vakuum hinterlassen.Somit wird es von der Entwicklung der einzelnen Spieler abhängen, wo der RTV am Ende der Saison landet. Wer von den regionalen Spielern schafft den Sprung zum absoluten Leistungsträger? Wie schnell entwickeln sich die Talente in Ihren Rollen? Und wie sehr können die verbliebenen ausländischen Spieler dominante Rollen übernehmen?

Bei der Beantwortung dieser Fragen kommt auch dem Trainer eine bedeutende Rolle zu. Der ist in Basel ebenfalls neu und heisst Christian Meier. Passend zur RTV-Strategie stammt er aus der Nordwestschweiz und hat sich vor allem im Nachwuchsbereich einen klangvollen Namen erarbeitet. Er ist mehrfacher und aktueller Schweizermeister der männlichen U-19, zudem war er Assistenztrainer diverser männlicher Nachwuchsnationalteams. Er scheint prädestiniert zu sein, um die richtigen Antworten auf die Fragen zur Entwicklung der Spieler geben zu können.Beim RTV ist man dementsprechend auch überzeugt, mit Meier den richtigen Mann an der Seitenlinie zu haben.

Das Saisonziel ist der Klassenerhalt

Für den RTV wird es in der kommenden Saison wohl wieder um den Klassenerhalt gehen. «Unser Ziel ist der Ligaerhalt. Zudem möchten wir eine Entwicklung der einzelnen Spieler und der Mannschaft sehen», sagt RTV-Sprecher Meinrad Stöcklin. Auf diesem Weg sei man sich auch bewusst, dass es Rückschläge geben könne.
Man darf auf die Entwicklung gespannt sein. Der Verein kann bereits am Samstag in der heimischen Rankhofhalle eine erste Antwort auf die offenen Fragen geben.

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