Vier Mannschaften werden wohl dieses Jahr den Titel unter sich ausmachen. Schweizermeister Réti hat sich nochmals verstärkt und gilt als Favorit. Die spektakulärsten Neuzuzüge vermeldet jedoch Genf, bei ihnen sind neu GM Andrei Sokolov und IM Jean-Noël Riff dazugestossen. Ein klares Zeichen, dass sie den Meistertitel anstreben. Diese beiden Mannschaften treffen gleich in der Startrunde aufeinander. Riehen belegt den Startranglistenplatz 3 und hat sich mit den beiden in der Region wohnhaften jungen Internationalen Meistern Andreas Heimann (bisher Reichenstein) und Nicolas Brunner (spielt neu in der Schweiz) ebenfalls verstärkt. In der Startrunde trifft Riehen auf Mendrisio, eine lösbare Aufgabe.

Den Meister erst in der Schlussrunde

In der offiziellen Vorschau des Schweizer Schachbundes nicht zum engsten Favoritenkreis gezählt wird Winterthur. Wohl zu Unrecht, haben sich doch ein ausgezeichnetes junges und motiviertes Team, welches durch GM Florian Jenni verstärkt wurde. Er konnte erfolgreich motiviert werden, nach einer mehrjährigen Pause zum Turnierschach zurückzukehren.

Die beiden Absteiger dürften Schwarz-Weiss Bern (Nummer 7), Mendrisio (8) sowie die beiden Neulinge Trubschachen (9) und Neuenburg (10) unter sich ausmachen.

Riehen hat ein eher leichtes Startprogramm: Nach Mendrisio folgen Schwarz-Weiss Bern und Trubschachen, die schwierige Direktbegegnung gegen den amtierenden Meister Réti folgt dann erst in der Schlussrunde.

Spannende Ausgangslage in der NLB

Völlig unterschiedlich ist die Ausgangslage in den beiden Nationalliga-B-Gruppen. Im Osten duellieren sich die beiden NLA-Absteiger Bodan Kreuzlingen und Wollishofen um den einzigen Aufstiegsplatz. Die zwei Top-Favoriten treffen erst in der Schlussrunde aufeinander – in der vergangenen Saison hat Bodan gewonnen. In der deutlich schwächeren Westgruppe hingegen, wo das Spitzenteam Birsfelden/Beider Basel/Rössli traditionell auf den Aufstieg verzichtet, ist eine Prognose für die Promotion nahezu unmöglich.