Rollhockey
Vor Playoff-Final: Auf Basel wartet das Sahnehäubchen

Die NLA-Cracks des RHC Basel stehen vor dem grössten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Am Samstag (19.30 Uhr, Basel) findet das erste Playoff-Finalspiel gegen Genf statt.

Fabio Baranzini
Merken
Drucken
Teilen
Basels Spielertrainer Tobias Mohr.

Basels Spielertrainer Tobias Mohr.

Nicole Nars-Zimmer niz

Es ist die bisher mit Abstand erfolgreichste Saison der Rollhockeyaner des RHC Basel. In der zweiten NLA-Saison nach dem Aufstieg kämpft die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Mohr bereits um den Meistertitel. Nach Rang zwei in der Qualifikation haben sich die Basler, die sich im Hinblick auf diese Saison mit mehreren ausländischen Spitzenspielern verstärkt hatten, auch in den Playoffs schadlos gehalten. Sowohl gegen Biasca als auch gegen Diessbach sind sie ohne Niederlage durchmarschiert. Und nun wartet also der Playoff-Final gegen Genf.

Doch diese letzte Hürde hat es in sich: Die Westschweizer sind NLA-Rekordmeister, amtierender Schweizer Meister und Cupsieger und haben die Qualifikation mit neun Punkten Vorsprung gewonnen.

Defensives Bollwerk

Dass die Genfer in dieser Saison bereits zwei Mal gegen den RHC Basel gewonnen haben, spielt für Tobias Mohr keine Rolle. Er konzentriert sich in der Finalvorbereitung auf sein eigenes Team und ist dabei vor allem von den defensiven Qualitäten überzeugt. «Wir stehen hinten sehr kompakt und haben mit Carlos Silva einen der zehn weltbesten Torhüter zwischen den Pfosten. Er ist für uns ein enormer Rückhalt», schwärmt Mohr.

Auch wenn die Abwehr das Prunkstück der ersten Mannschaft des RHC Basel ist; ohne die nötige Durchschlagskraft in der Offensive wird der erste Meistertitel nicht zu holen sein. Doch genau in diesem Bereich sieht Spielertrainer Mohr noch das grösste Potenzial. «Wir brauchen oft zu viele Chancen, um ein Tor zu schiessen. Es kostet uns jedes Mal enorm viel Kraft, wenn wir so hart arbeiten müssen für einen Treffer.»

Heimsieg als Basis

Im Bewusstsein um diesen Makel im Angriff hat Tobias Mohr für das Finalduell gegen Genf eine Taktik gewählt, die auf der stabilen Defensive aufbaut. «Wir wollen aus einer sicheren Abwehr heraus gefährliche und schnelle Konter fahren und damit die Genfer überraschen», sagt der Spielertrainer. Mohr hofft, dass seinen Jungs mit dieser Taktik im heutigen ersten Finalspiel ein früher Treffer gelingt und damit die Basis für den Heimsieg gelegt werden kann. «Es ist für uns enorm wichtig, in dieser Finalserie mit einem Heimsieg vorzulegen, denn auswärts gegen Genf zu gewinnen, ist aufgrund des Belags und der Zuschauer eine schwierige Sache», weiss Mohr.

Um dieses Zwischenziel auf dem Weg zum ersten Meistertitel – den Mohr als «Sahnehäubchen» bezeichnet – zu erreichen, appelliert der Trainer an den Teamgeist. «Wir müssen unbedingt als Einheit auftreten, wie uns dies im Halbfinal gelungen ist. Wenn jeder für jeden kämpft, dann ‹wuppen wir das Ding scho’›», gibt sich der Spielertrainer aus Deutschland zuversichtlich.