Unihockey
Vorzeitiger Ligaerhalt blieb Wunschdenken

Im letzten Saisonheimspielverliert Leimental gegen Waldkirch St. Gallen 2:5 und verpasst es, sich den Klassenerhalt in der Nationalliga B zu sichern. Nun müssen die Baselbieterinnen ihre letzte Partie in Giffers-Marly gewinnen.

Georges Küng
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Kein Durchkommen: Die Leimentalerinnen Stefanie Doppler (23) und Jasmin Bühler (16) verliessen das Feld als Verlierer.

Kein Durchkommen: Die Leimentalerinnen Stefanie Doppler (23) und Jasmin Bühler (16) verliessen das Feld als Verlierer.

Juri Junkov

.Dabei begann die Partie gegen die Ostschweizerinnen für den Gastgeber perfekt. Nach nur 33 Sekunden schlenzte Linda Pedrazzoli, die vom U21-Team den Sprung ins Fanionteam geschafft hat und auch für die italienische Nationalmannschaft spielt, den Ball ins Tor. Dennoch zeigte sich, dass sich Waldkirch, das drei Punkte mehr als Leimental aufwies, vom diesem Rückstand nicht beirren liess. Sicher, Unihockey Leimental war ebenso oft in Ballbesitz, doch gerade in der Offensive waren die Aktionen der St. Gallerinnen zwingender. Bereits nach den ersten 20 Minuten lag der Gast in Führung und mit dem vierten Treffer in der 50. Minute war der Match «gegessen».

Abrutschen in der Tabelle droht

Diese Niederlage führt dazu, dass Leimental weder den 6. Platz noch auf Rang 5 vorrücken konnte. Sondern, bei einem erwarteten Erfolg des UHC Zugerland beim abgeschlagenen UHC Thun, auf den 7. und vorletzten Tabellenplatz abrutscht. Eine Klassierung, welche die Equipe von Trainerin Iveta Rodze (46) zu Playouts-Partien gegen die Berner Oberländerinnen zwingen würde.

«Wir wussten, dass es bei unserem schmalen Kader nicht einfach sein würde, Rang 5 oder 6 zu erreichen. Dennoch haben wir aus unseren Möglichkeiten viel zu wenig gemacht. Einige Partien haben wir nicht gewonnen, weil die Mädchen im Kopf nicht bereit waren», so die gebürtige Lettin, die insgesamt als Trainerin ihres Heimatlandes an fünf Welt- und vier Europameisterschaften teilgenommen hat. Und früher eine Spitzen-Leichtathletin war.

Zu schmales Kader

Auch Assistenztrainer Boris Zeller (36) monierte, dass «wir nur ein Kader von acht Spielerinnen haben, das wir mit Nachwuchsspielerinnen oder Aktiven aus der 2. Mannschaft ergänzen müssen. Diese haben zwar schon Nationalliga-B-Niveau, doch viele wollen den Aufwand, drei Trainings pro Woche und Meisterschaftspartien in der ganzen Schweiz, nicht mehr auf sich nehmen», so der Ettinger. Und unterschwellig spürt man, dass Rodze und Zeller akzeptieren müssen, wenn Unihockey für den Grossteil der Mannschaft halt «nur» Hobby ist und nicht allererste Priorität geniesst.

Löst Fusion das Abstiegsproblem?

In einer Woche gastiert Leimental anlässlich der letzten Meisterschaftspartie im freiburgischen Giffers-Marly, das bereits die Playoffs erreicht hat. «Diese Mannschaft liegt uns; wir haben beide Saisonvergleiche gewonnen», so das Trainer-Duo. Mit einem Erfolg wäre der Ligaerhalt gesichert. Weil sich aber in der Nationalliga A eine Fusion anbahnt, ist es gut möglich, dass es im Unterhaus gar nicht zu Playouts kommt, so dass Platz 7 gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre.