In der ersten Schweizer Eishockeyliga beginnen die Playoffs. Höchste Zeit, sich mit der sogenannten Plus/Minus-Bilanz auseinanderzusetzen. Diese Statistik wird vor allem in Sportarten mit schnellen Wechseln wie Eishockey oder Basketball erhoben.

Sie gibt an wie viele Punkte sein Team mehr oder weniger gemacht hat, wenn Spieler XY im Einsatz war. Warum sie im Fussball nur selten Erwähnung findet, ist schleierhaft. Bringt die Analyse der Plus/Minus-Bilanz unserer FCB-Kicker doch durchaus Erstaunliches ans Licht.

Erstens: Endlich darf sich Marek Suchy über eine Statistik freuen, die der Tscheche anführt. Mit ihm auf dem Feld hat der FCB in der Super League in dieser Saison 39 Tore geschossen und 14 kassiert. Macht eine Plus/Minus-Bilanz von +25. Auf den Plätzen folgen Mohamed Elyounoussi (+23) und Luca Zuffi (+22).

Die FCB Plus/Minus-Bilanz

Die FCB Plus/Minus-Bilanz

Zweitens: Nur wenn Albian Ajeti und Geoffroy Serey Die im Einsatz sind, holt der FC Basel an Ende der Partie im Schnitt mehr als zwei Punkte. Obwohl sie deutlich weniger Spielzeit bekommen, als Taulant Xhaka oder Ricky van Wolfswinkel haben die beiden Punktegaranten eine bessere Plus/Minus-Bilanz aufzuweisen. Relativ zu ihrer Einsatzzeit schlagen Ajeti und Serey Die sogar Suchy.

Drittens: Ricky van Wolfswinkel verliert gleich in allen drei Kategorien. 13 Mal spielt der Holländer in der Liga, nur 20 Punkte kann der FCBasel aus diesen Partien mitnehmen. Sein Punkteschnitt pro Spiel (1,53) wird nur noch von den Winterneuzugängen unterboten.

Höhenflug ohne van Wolfswinkel

Van Wolfswinkels Plus/Minus-Bilanz (+2) ist erschreckend. Als er verletzt fehlt, setzt der FCB zum Höhenflug an. Jetzt, wo er wieder da ist, harzt es. Diese Erkenntnis spiegelt sich in den Zahlen. Hochgerechnet müsste van Wolfswinkel mehr als fünfeinhalb Stunden spielen, damit der FCB in dieser Zeit ein Tor mehr schiesst als der Gegner. Mit Ajetis Quote wäre Basel in der selben Zeit elf Tore voraus.

Jeder Eishockey-Trainer würde angesichts dieser Statistik Ajeti den Vorzug vor van Wolfswinkel geben. Hoffen wir, dass Raphael Wicky gegen Luzern auch in den Playoff-Modus wechselt.