Seit Donnerstagabend sind alle internationalen Auswahlspieler des FC Basel wieder im Lande. Elf Akteure waren für ihre entsprechenden Mannschaften für WM-Ausscheidungspartien und Testspiele aufgeboten worden. «Sie sind alle gesund und wohlbehalten zurückgekommen. Aber einige, die veritable Weltreisen hinter sich haben, sind sehr müde. Dies ist im Falle von Marcelo Diaz und Joo-Ho Park der Fall», so Basel-Trainer Heiko Vogel an der gestrigen Pressekonferenz. Auch der fast wiedergenesene Mohames Salah wird, zumindest nicht von Anfang an, spielen.

Die Quintessenz ist, dass weder der chilenische Regisseur («der seit Januar ohne Unterbruch durchspielt», so Vogel) noch der südkoreanische Linksverteidiger die Reise in die Ostschweiz zum Cupspiel gegen den regionalen Zweitligisten Amriswil mitmachen werden.

Aber egal, wer heute Nachmittag (16.30 Uhr; Sportplatz Tellenfeld) in der Basler Anfangsformation aufläuft – «wir sind der Goliath und müssen dieses Cupspiel für uns entscheiden», so Vogel. Auch wenn nach dem Amriswil-Spiel drei Partien gegen andere Kaliber (Sporting Lissabon, Young Boys und FC Sion) warten, so «sind wir alle auf die Pokalpartie gegen Amriswil fokussiert und werden den Gegner mit Sicherheit nicht unterschätzen», klärt Vogel. Das heisst, dass er auf die wegweisenden Meisterschaftspartien und die Auftakt-Begegnung in der UEFA Europa League keine Rücksicht nehmen wird. Es wird heute weder dosiert noch rotiert, sondern es beginnen jene elf Spieler, welche am prädestiniertesten für den Erfolg garantieren. Ein Jacques Zoua hat gute Möglichkeiten, von Beginn an aufzulaufen. Umso mehr, als der Kameruner zwar zur Nationalmannschaft reiste, jedoch nicht zum Einsatz kam. Einzig Stjepan Vuleta und Gilles Yapi sind wegen Verletzungen nicht einsatzfähig. Sonst kann Trainer Vogel aus 22 Kaderspielern auswählen.

Selbstverständlich wies der Deutsche darauf hin, dass die Thurgauer die Gruppe 2 in der 2.Liga regional anführen. Und der FC Amriswil, dessen bekanntester Spieler der ehemalige Internationale Andy Egli ist, stellt gemäss Heiko Vogel eine junge, laufstarke Equipe, die ein konsequentes Pressing praktiziert.

Kein Nervenkitzel wie Nordstern

Basel-Pressesprecher wusste zu erzählen, dass der FC Amriswil für den FC Basel der 100. Klub ist, mit dem sich Rot-Blau im Schweizer Cup misst. Die Thurgauer spielten übrigens schon einmal als David gegen einen Basler Goliath. Im Jahre 1981 gastierte der damalige Nationalliga-A-Klub Nordstern in Amriswil und gewann mit Müh und Not 3:2. Solch einen Nervenkitzel möchte Heiko nun doch auch nicht erleben, auch wenn der Deutsche weiss, dass der Reiz im Cup in der Tatsache liegt, dass der Aussenseiter dem Favoriten Paroli bietet. Oder auch mehr.