Was haben Marek Suchy und Dimitri Oberlin gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, ausser dass beide in der Hinrunde nicht besonders oft gespielt haben. Mark Suchy machte wegen eines Achillessehnenrisses nur sieben Spiele. Dimitri Oberlin kam zwar 20-mal zum Einsatz, allerdings wurde er davon 18-mal eingewechselt und spielte deswegen nur ein paar Minuten mehr als der Captain. Die Auswertung der Plus/Minus-Bilanz ergibt jetzt, dass beide genau gleich wertvoll beziehungsweise verzichtbar für den FC Basel sind.

Die Plus/Minus-Bilanz ist eine Statistik, die vor allem in Sportarten mit vielen Wechseln wie dem Eishockey Verwendung findet. Sie gibt personalisiert an, wie viele Tore der Verein erzielt und kassiert hat, wenn der jeweilige Spieler im Einsatz war. Im Fussball wird weniger und oft erst in den letzten Minuten gewechselt, weshalb die Plus/Minus-Bilanz weniger aussagekräftig ist und bislang oft vernachlässigt wird. Doch trotzdem bringt sie interessante Fakten ans Licht.

Beim FCB zum Beispiel sind die Diskrepanzen gross. Mit Kevin Bua und Ricky van Wolfswinkel spielt Basel deutlich erfolgreicher als mit Geoffroy Serey Die und Noah Okafor (siehe Tabelle rechts). 534 Minuten verpasste van Wolfswinkel in dieser Saison. Ohne den Holländer auf dem Platz hat der FCB ein Torverhältnis von 9:14, in 1290 Minuten mit Serey Die ist es mit 24:30 noch schlechter.

Die Plus/Minus-Bilanz bringt auch eine lustige Randgeschichte ans Licht. In den 114 Minuten, in denen Zdravko Kuzmanovic auf dem Feld stand, hat der FCB noch kein Gegentor kassiert. Diese Quote ist doppelt so gut wie der Durchschnitt. Dass kein Basler Spieler besser ist, liegt aber wohl daran, dass Kuzmanovic nur beim 3:0 im Cup in Montlingen 90 Minuten spielte.