Noch vor ein paar Wochen hatte FCB-Trainer Marcel Koller die Chancenverwertung als Problem ausgemacht. Zuletzt funktionierte das mit dem Toreschiessen aber schon besser. Im Cup beim heutigen Liga-Gegner FC Zürich und auch am vergangenen Wochenende in St. Gallen zeigte sich der FCB plötzlich ungewohnt effektiv. In der Ostschweiz landeten in der zweiten Halbzeit sogar zwei von nur fünf FCB-Abschlüssen im Netz. St. Gallen schoss dagegen gleich zwanzig Mal vergebens.

Trotzdem war Valentin Stocker, der Torschütze zum 3:0, nicht zufrieden: «Wir befinden uns oft in guten Positionen und machen dann zu wenig daraus. Da müssen wir besser schauen und das besser zu Ende spielen», sagte der Flügelstürmer. Wie viele andere kämpft auch Stocker in den nächsten Spielen um einen Platz in der Startelf des Cupfinals gegen Thun.

Koller hat aktuell die Qual der Wal. Das Spiel und der Erfolg seiner Mannschaft hängen aktuell nicht von einzelnen Spielern ab. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Nomination seiner Titulare. Unsere Zahlen (siehe rechts) zeigen, welcher Spieler wo seine Vorteile hat. Kevin Bua ist zum Beispiel alle 88 Minuten an einem Tor beteiligt. Albian Ajeti kommt alle 54 Minuten zu einer Torchance, Samuele Campo schiesst am häufigsten und verwertet von den Offensivspielern auch am meisten Chancen. Doch die die Abschlüsse von Marek Suchy und Kevin Bua sind deutlich gefährlicher. Und Luca Zuffi? Der schliesst zusammen mit Suchy am überlegtesten ab.