Handball

Wernle-Comeback bleibt ohne Effekt: RTV Basel verliert gegen Endingen klar

Wieder an der Seitenlinie: Silvio Wernle (in Weiss) leitet nach dem Abgang von Dragomir Cmiljanovic die Geschicke der Realturner. Uwe Zinke

Wieder an der Seitenlinie: Silvio Wernle (in Weiss) leitet nach dem Abgang von Dragomir Cmiljanovic die Geschicke der Realturner. Uwe Zinke

Die Basler haben im Heimspiel gegen das NLB-Spitzenteam aus Endingen keine Chance und unterliegen 29:36. Mit Silvio Wernle kehrte ein alter Bekannter an die Seitenlinie der Realturner zurück.

Phantom-Tore im Fussball? So was gab es kürzlich in der Fussball-Bundesliga. Dass es in der kleinen St. Jakobshalle in der Partie zwischen dem RTV Basel und dem TV Endingen nicht dazu kam, lag an den aufmerksamen Schiedsrichtern. Ein handball-grosses Loch wurde notdürftig mit Klebeband geflickt. Nachdem handwerkliche Arbeit gefragt war, gingen die Spieler wieder ihrer hauptberuflichen Tätigkeit nach.

Pejkovic als Alleinunterhalter

Den besseren Start erwischten die Gäste. Der RTV offenbarte von Beginn an grosse Mühe mit dem robusten Kreisläufer Leonard Pejkovic. Nach neun Minuten bejubelte er bereits seinen vierten Treffer (2:5) und auf dem linken Flügel hatten die Aargauer noch ein weiteres Ass im Ärmel: Severin Kaiser. Der junge Bottminger (ex-RTV) zeigte eine sensationelle Leistung. Zehn persönliche Treffer zeugen davon. Sein Antritt und seine überragende Treffsicherheit sind auch bei Michael Suters U21-Nationalteam gefragte Waffen.

Klare Verhältnisse zur Pause

Der Pausenstand von 13:17 entsprach nicht den wirklichen Stärkeverhältnissen. Silvio Wernle, der neue alte Trainer der Realturner, musste einsehen, dass gegen diesen Gegner kein Kraut gewachsen war: «Endingen war schlicht und einfach besser. Wir haben offensiv wie auch defensiv nie ins Spiel gefunden und Gegenstösse wollten uns ebenfalls keine gelingen.» Da bleibt im Handballsport nicht mehr viel übrig um Paroli bieten zu können.

«Zu viele technischer Fehler»

Dem den TV Endingen wurde das Toreschiessen leicht gemacht. Auffällig war, wie einfach die Surbtaler zum Torerfolg kamen. Die Realturner hingegen fanden offensiv kein Rezept. Das Spiel der Basler steht und fällt mit der Leistung einiger Individualisten. Das sieht auch Wernle so: «Damit sich das ändert, müssen wir unsere Ballsicherheit verbessern. Wir produzieren bereits im Spielaufbau zu viele technische Fehler.»

Angriffslustiger Gegner

Ganz anders die Endinger. Dank einem variantenreichen Angriffsspiel, welches von einem weiteren Kaiser (Sebastian ist Severins älterer Bruder) orchestriert wurde, zogen sie dem RTV schon früh in der zweiten Hälfte den Zahn. Das deutliche Schlussresultat erklärt sich Sebastian Kaiser mit der tollen Atmosphäre in der Mannschaft: «Jeder geht für den anderen und der Trainer schenkt uns sein bedingungsloses Vertrauen.» Mit solchen Leistungen lässt sich das Ziel, Rang zwei zu erreichen, locker erfüllen. Für den RTV geht es in einer Woche gegen Tabellenführer Suhr Aarau weiter.

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