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Wertvolle, aber schmerzhafte Lektionen für die Black Stars und die FCB U21

Immerhin spekatukulär: Die Black Stars verlieren ihr ersten Saisonspiel gegen Yverdon.

Immerhin spekatukulär: Die Black Stars verlieren ihr ersten Saisonspiel gegen Yverdon.

Während der FC Basel U21 beim 1:2 (0:0) in Brühl einen Punktgewinn knapp verpasst, gehen die Black Stars im Heimspiel gegen den grossen Favoriten Yverdon mit 1:5 (0:0) unter.

Wenig fehlte und der Nachwuchs des FC Basel hätte in der 2. Runde der neuen Promotion-League-Saison in Brühl den ersten Punkt geholt. Doch in der zweiten Nachspielminute verlängerte Lirim Shala, der Captain der St. Galler, eine Cornerflanke mit dem Kopf in die entfernte Torecke zum viel umjubelten 2:1-Sieg. Bei den Gästen war die Gefühlslage natürlich eine andere. „Das war naiv von uns. Schon bei der Entstehung des Eckballs hatten wir uns naiv angestellt“, ärgerte sich Alex Frei. Immerhin konnte sich der FCB-Trainer damit trösten, „dass dieses Erlebnis gut für die Entwicklung der Jungs ist. Das gehört zum Lernprozess, denn im Gegensatz zur U16 und U18, wo sie es gewohnt waren, Meister oder Cupsieger zu werden, ist es auf diesem Niveau nicht mehr so einfach, zu glänzen.“

Zuvor hatten die Rotblauen ihren Teil zu einem unterhaltsamen, ausgeglichenen Spiel beigetragen. „Wir haben vieles gut gemacht“, bemerkte Frei und erwähnte explizit die Tatsache, dass man dem Heimteam bewusst das Spielgerät überlassen hatte, um durch Ballgewinne im Mittelfeld schnell in die Spitze zu spielen. Nach diesem Schema fiel auch der FCB-Führungstreffer durch Presley Pululu kurz nach dem Seitenwechsel. Doch leider verpassten es die Gäste in der Folge, nachzudoppeln. „Leider wurden zu oft falsche Entscheidungen getroffen, die Präzision hat gefehlt“, bedauerte der Basler Trainer.

So bekamen die Ostschweizer Aufwind, besonders nachdem ihr Topskorer Darko Anic aus offsideverdächtiger Position den Ausgleich besorgt hatte (60.). „Das 1:1 darf uns nicht dermassen aus dem Konzept bringen“, befand Alex Frei.

Black Stars vermisst den Glauben an sich selber

Deutlich klarer an einem positiven Resultat schrammte derweil der FC Black Stars vorbei. Die Basler unterlagen Yverdon Sport gleich mit 1:5 und lernten ebenfalls eine wertvolle und schmerzhafte Lektion. „Es fehlte uns von allem etwas“, konstatierte Samir Tabakovic. Dabei hatte sein Team in der ersten Halbzeit gegen den grossen Favoriten auf den Aufstieg in die Challenge League praktisch nichts zugelassen. Lediglich in der 24. Minute musste Goalie Steven Oberle gegen den allein vor ihm aufgetauchten Hugo Fargues intervenieren. „Wenn wir uns vorne mehr zugetraut und sogar die Führung erzielt hätten, wäre Yverdon vielleicht ins Wanken geraten“, bemühte Tabakovic den Konjunktiv.

Doch die routinierten Vaudois waren zu abgezockt, um ins Wanken zu geraten. Im Mittelfeld gingen sie resolut zur Sache und in der Offensive zeigten sie im zweiten Umgang ihre ganze Klasse, als sie alle Chancen, die sie hatten, in Tore ummünzten. 28 Minuten brauchten die Westschweizer, um aus einem 0:0 ein 0:5 zu machen. „Da hat man Yverdons Qualitäten gesehen“, meinte der Black-Trainer anerkennend, bemängelte aber, dass seine Equipe bei den ersten beiden Gegentreffern ausgekontert worden war. „Das darf uns nicht passieren!“

Das Heimteam hatte allerdings die Chance, der Partie eine andere Richtung zu geben. Nur drei Minuten nach dem 0:1 traf Seydou Ouedraogo nach schöner Einzelleistung die Latte. Abgesehen davon waren die Basler im letzten Drittel aber zu harmlos – jedenfalls solange die Partie nicht entschieden war. In der Schlussphase liess die Konzentration der Gäste ein wenig nach, sodass Marin Martinovic auf Pass von Leandro Gaudiano immerhin der Ehrentreffer gelang (88.).

„Wir müssen uns überall verbessern“, sagte Samir Tabakovic nach Abpfiff und schöpfte immerhin daraus Hoffnung, „dass nicht jeder Gegner so stark wie Yverdon ist“.

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