Wie der grosse Bruder: FCB-Frauen wollen dank Eigengewächsen an die Spitze

Die Frauen des FC Basel stehen vor ihrem letzten NLA-Meisterschaftsspiel vor der Winterpause. Beim Spiel gegen Schwyz (18.00 Uhr, Brunnen) entscheidet sich, ob die Baslerinnen auf dem fünften oder vierten Rang überwintern.

Annemarie Keusch
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FCB-Frauen-Trainer Beat Naldi (r.) ist mit der Vorrunde zufrieden. ZINKE

FCB-Frauen-Trainer Beat Naldi (r.) ist mit der Vorrunde zufrieden. ZINKE

Die Fans des FC Basel haben grosse Ansprüche. Die erste Mannschaft der Männer ist Serienmeister und praktisch jedes Jahr in der Champions-League-Qualifikation. Die Basler Fans verlangen von ihrer Frauenmannschaft ähnliches. Erwartet wird hinter dem FC Zürich immerhin der zweite Platz in der Frauen-NLA. Ein Match vor der Winterpause sieht die Situation bei den Baslerinnen ein wenig anders aus. Gewinnt Basel gegen Schwyz überwintern sie auf dem vierten Rang. Bei einer Niederlage sind sie weiterhin auf dem fünften Platz.

Noch zu wenig Erfahrung

Trotz der mässigen Tabellenlage findet Trainer Beat Naldi vor allem lobende Worte für seine Spielerinnen: «In Anbetracht der aktuellen Situation müssen wir mit dem fünften Platz zufrieden sein.» Er verweist auf das Kader der Frauenmannschaft des FCB. Viele Spielerinnen sind sehr jung und verfügen daher über keinerlei Erfahrung. «Speziell im Sturm und im Mittelfeld können wir nur auf wenig Erfahrung setzen.» Viele Punkte seien verloren gegangen, weil die Stürmerinnen oft zu wenig abgebrüht waren vor dem Tor. Mit etwas mehr Cleverness würden die FCB-Frauen weiter oben in der Zwischentabelle befinden, meint Naldi.

Verbesserung in der Rückrunde

Aber für den Trainer der Baslerinnen ist die aktuelle Situation durchaus befriedigend. «Ausser in den Spielen gegen den FCZ hätten wir überall punkten können», analysiert Naldi. In Anbetracht der fehlenden Erfahrung müsse man zufrieden sein, führt er aus. Für den Aargauer ist der fünfte Zwischenrang ein Teil eines Prozesses: «Bei den Junioren verfügt der FCB seit zehn Jahren über die besten Mannschaften der Schweiz. Ich setze mich dafür ein, die gleiche Taktik wie bei den Junioren neu auch bei den Juniorinnen eingesetzt werden.»

Hoffnung ist durchaus angebracht

Seine Philosophie besteht darin, auf eigenen Nachwuchs zu setzen. Er sei froh, dass diese Strategie auch von den Klubverantwortlichen mitgetragen wird. «Klar könnten wir in der ganzen Schweiz die besten Spielerinnen engagieren», erklärt Naldi, «aber ich will Baslerinnen an die Spitze führen, die beim FCB gross geworden sind.» Seinem Team traut Naldi für die Rückrunde einiges zu: «Wenn wir in der Offensive genau so stabil auftreten wie in der Defensive, liegt eine Verbesserung durchaus drin.» Die Basler Fans dürfen sich also Hoffnungen machen.