Fussball
Wie gewonnen, so zerronnen: Früh geführt und doch noch verloren

Nach 34 Sekunden hatte «Congeli» durch Polat Günes die erste Tormöglichkeit. Nach 81 Sekunden erzielte Polat das Führungstor für die punktebedürftigen Platzherren. Und als der gleiche Polat nach elf Minuten auf 2:0 erhöhte, staunten die Zuschauer.

Georges Küng
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Peter Schädler, Trainer von Concordia Basel.

Peter Schädler, Trainer von Concordia Basel.

zvg

Concordia dominierte seinen Gast in der Startphase nach Belieben. Und nicht die Basler, sondern die Solothurner schien jene Equipe zu sein, welche um den Ligaerhalt bangen muss. Aber die Herrlichkeit der Gastgeber dauerte nicht lange. Wangen fand nach 20 Minuten besser ins Spiel und kehrte das Spiel bis zur Pause. Mit teils sehenswerten Toren, wobei sich Ardit Shaqiri als zweifacher Torschütze feiern liess.

Auch der Auftakt zu den zweiten 45 Minuten gelang Concordia vorzüglich. Es waren genau 44 Sekunden gespielt, als Günes seinen dritten Treffer erzielte. Aber Wangen, das als Tabellenvierter noch mit der Aufstiegspoule flirten darf, erhöhte erneut die Kadenz und konnte durch Andonov (ehemals Old Boys Basel) wieder in Führung gehen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Concordia seinen Captain Serhan Kurt nach zwei Verwarnungen verloren. Und in der verbleibenden Spielzeit hätten die Gäste das Skore zwingend erhöhen müssen. Doch eine unglaubliche Nonchalance beim Abschluss sowie ein starker Danko Savanovic (21), der sein Debüt im Concordia-Gehäuse gab, verhinderten eine vorzeitige Entscheidung, sodass die Elf von Trainer Peter Schädler bis zur Nachspielzeit auf einen Punktegewinn hoffen durfte. «Uns fehlte es am Glück. Aber auch an der Qualität», so Savanovic, der einst bei GC die Nachwuchsstufen durchlaufen hatte, beim FC Wohlen (Challenge League) zeitweise Stammhüter gewesen war und in der Vorrunde bei einem serbischen Drittligisten, als Profi, als Schlussmann fungierte.

Das «neue» Concordia scheint substanziell stärker als die Vorrunden-Equipe zu sein. Und dennoch gab es für die Basler, ausser dem «Muss»-Erfolg (1:0) beim desolaten Schlusslicht Grenchen, in den vier weiteren Partien vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 4:17. So dürfte der Vergleich mit dem Aufsteiger FC Bern zu einer Art «Finalissima» um den Ligaerhalt werden.