Regio-Fussball

Wie ist das möglich? Der SV Muttenz schiesst die AS Timau mit 26:0 ab

Muttenz-Stürmer Manuel Alessio traf beim 26:0 gegen eine überforderte AS Timau gleich elf Mal.

Muttenz-Stürmer Manuel Alessio traf beim 26:0 gegen eine überforderte AS Timau gleich elf Mal.

Am vorletzten Spieltag demoliert der SV Muttenz die bereits abgestiegene AS Timau und sichert sich somit den Aufstieg in die 1. Liga. Der Gegner erklärt nach dem Spiel, warum es zu dieser Klatsche historischen Ausmasses kam.

Dieses Spiel, dieses Ergebnis, wird über die Region heraus für Schlagzeilen sorgen. Mit 26:0 gewinnt der SV Muttenz am Samstag das letzte Heimspiel der Saison gegen die AS Timau. Die Kleinbasler standen schon vor dem Spiel als sicherer Absteiger fest und hatten auch die letzten Partien hoch verloren. Doch dieses 26:0 wird so schnell keiner der Beteiligten vergessen.

Nicht SVM-Stürmer Manuel Alessio, der gleich elf Tore in einem Spiel machte. Nicht die Junioren der AS Timau, die in der Auflösungserscheinungen zeigenden 1. Mannschaft aushelfen mussten und derart unter die Räder kamen. Und auch nicht die Anzeigetafel im Margelacker. Sie musste merken, dass sie keine 2 in der ersten Ziffer anzeigen kann. Nach 19:0 stellte die Tafel plötzlich wieder auf 10:0 um. Am Ende hiess es inoffiziell deswegen nur 16:0.

Muttenz besiegt Timau mit 26:0. Spieler-Trainer Domenico Seminara (rechts) erklärt nach dem Spiel, wie sein Team derart unter die Ränder kommen konnte.

Muttenz besiegt Timau mit 26:0. Spieler-Trainer Domenico Seminara (rechts) erklärt nach dem Spiel, wie sein Team derart unter die Ränder kommen konnte.

Während man sich in Muttenz nach dem Spiel mit der Aufstiegsfeier beschäftigte, erklärte  Timau-Spieler-Trainer Domenico Seminara gegenüber regioSPORTal die Klatsche: «Wir vom AS Timau wollten dem SV Muttenz die Chance auf dem Feld Gruppensieger und Aufsteiger zu werden nicht verwehren. Wir haben alles daran gesetzt, um die Meisterschaft nicht zu verfälschen und haben uns bemüht stets respektvoll und korrekt gegenüber dem Verband und allen Teams zu sein. Aus diesem Grund sind wir auch auf dem Feld gestanden und haben Charakter bewiesen und haben alles daran gesetzt auch bis zum Abpfiff diese Schmach zu erdulden. Diese 90 Minuten waren sehr schwierig und schmerzhaft für uns – vor allem für die vielen jungen Spieler, die einspringen mussten – und dieses Resultat ist noch immer schmerzhaft.»

Seminara erklärte auch, dass es nicht zutraf, dass Spieler einfach vom Platz liefen. «Ich selbst erlitt früh eine Verletzung und musste mich nach 15 Minuten auswechseln lassen. Wir hatten nur drei Ersatzspieler und wegen weiteren Verletzungen waren alle Ersatzspieler zur Pause bereits auf dem Feld. Hinzu kam der Platzverweis kurz vor dem Pausenpfiff. Wir hatten zu jenem Zeitpunkt noch auf dem Platz versucht, die jungen Spieler zu motivieren und das dann auch noch während der Pause. In der zweiten Hälfte waren zwei weitere Spieler angeschlagen und konnten nicht mehr weitermachen. Ab da bemühten wir uns so fertig zu spielen», so der künftige Sportchef. Man könne niemandem verbieten Tore zu erzielen, aber ihm wäre es lieber gewesen, Muttenz hätte das nicht bis zum Abpfiff durchgezogen. 

Doch weil der zukünftige Erstligist keine Gnade kannte, geht dieses 26:0 nun in die Geschichte der beiden Vereine ein. Eine Revanche wird es so schnell nicht geben. In der kommenden Saison trennen die beiden Teams zwei Ligen.

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