Der klare 3:0-Heimsieg gegen Volley Toggenburg war so etwas wie ein Befreiungsschlag für das in den letzten Wochen teilweise arg durchgeschüttelte NLA-Team von Sm’Aesch Pfeffingen. Ob es an den Songs der Basler Popgruppe Lovebugs lag, die am Vorabend an gleicher Stätte zu einem Gig zugunsten des Baselbieter Volleyballklubs eingeladen hatte, welche die Sm’Aesch Spielerinnen speziell zu motivieren schien. Oder vielleicht doch an den vielen Gesprächen von Teamchef und Präsident Werner Schmid mit und ohne Headcoach Jana Surikova, in denen die Unzulänglichkeiten oder vielleicht sogar Unstimmigkeiten innerhalb der sonst so homogenen Mannschaft offensichtlich ausgeräumt worden waren.

Wackliger Start

Tatsache ist, dass die in den letzten Wochen enttäuschten Sm’Aesch-Anhänger eine ganz andere Leistung ihres Teams vorgesetzt bekamen. Nach einem wackligen Start (8:8) mit drei Servicefehlern, waren es die stark aufspielenden Nadine Alphonse und Sandra Senn, die mit gutem Block und sauberen Angriffen einen scheinbar beruhigenden Vorsprung herausspielten (14:9). Doch die kämpferischen Ostschweizerinnen kamen nochmals heran, ehe eine Fünfer-Aufschlagsserie der eingewechselten Fabienne Geiger, diesen Startsatz endgültig in die Bahnen des Heimteams lenkte.

Kaum Annahmefehler, variable Angriffe

Auch im zweiten Durchgang waren die Sm’Aesch Volleyballerinnen gegenüber den letzten Ernstkämpfen nicht mehr wiederzuerkennen. Kaum Annahmefehler, variable Angriffe, von Passeuse Dominica Jarotta ausgezeichnet vorbereitet, liessen dem jetzt beinahe zu Statistinnen degradierten Gastteam von Trainer Marcel Erni kaum Abwehrchancen. Beim Spielstand von 17:9 kam auch die jüngste Sm’Aesch-Universalangreiferin Lisa Gysin (17), nicht nur zum Einsatz, sondern auch umgehend zu einem erfolgreichen Abschluss. Es war ebenfalls nicht zu übersehen, wie die Sm’Aesch-Spielerinnen in der Wechselzone bei jedem Punktgewinn vor Freude tanzten, um danach ihre Mitspielerinnen gleich wieder konzentriert und kräftig anzufeuern.

«Haben füreinander gekämpft»

Gerade mal zwölf Punkte wurden in diesem Satz den Toggenburgerinnen zugestanden, einem Gegner von dem man vor Wochenfrist auswärts noch mit 0:3 gedemütigt worden war. Auch ein 7:11-Rückstand nach der Pause liess für einmal keine Unruhe aufkommen. Eine 13:12-Führung und der danach relativ sichere Durchmarsch zum Matchgewinn waren die nicht von vielen erwartete starke Reaktion der Sm’Aesch-Frauen auf die diffusen letzten Wochen. «Wir wussten ja, dass wir es können. Wir haben endlich wieder vieles richtig gemacht und füreinander gekämpft» sagte eine überglückliche Zuspielerin Jarotta nach der Partie.