Die fünfte Niederlage im fünften Saisonspiel gegen NLB-Leader Olten bringt die Basel Sharks wieder zurück in den Playoff-Strudel. Das Punktepolster ist auf vier Zähler geschrumpft, dem Spiel gegen Angstgegner Ajoie (bisher vier Niederlagen) vom Freitag kommt eine (vor)entscheidende Bedeutung zu.

Olten schien sich seiner Rolle als Punktelieferant für bedürftige Teams aus dem Tabellenkeller nach den zwei Niederlagen gegen Ajoie und Thurgau schnellstens entledigen zu wollen, stürmte vom ersten Bully an mit Hochdruck. Der Seriensieger vertraute dabei trotz des Ausfalls seines Topskorers Shayne Wiebe auf sein Timing, sein Spielverständnis und seine Präzision. Die Sharks hingegen – auch sie ohne Skorer-Garant Brandon Buck angetreten – übten sich in defensiver Geduld, konterten den Druck mit viel Einsatz, doch Oltens wirblige Angriffsmaschine stellte das Basler Abwehrdispositiv trotz allen Bemühungen ein paar Mal ins Abseits.

So etwa beim Führungstreffer, bei dem Schütze Wüst seinen eigenen Abpraller fast ungehindert verwerten konnte. Doch die Führung machte Olten nicht lockerer, im Gegenteil, Basel löste seine defensive Handbremse und kam dank einer offensiveren Ausrichtung auch zu seinen ersten guten Möglichkeiten.

Basler Schwung jäh gebremst

Das frühe 2:0 – nach nur 37 Sekunden im Mitteldrittel erwischte Oltens Captain Sandro Tschuor Basel-Goalie Urban Leimbacher erneut unbedrängt mit einer Art Buebetrickli – bremste Basels Auswärtstrend aus, Olten verfiel jedoch für mehrere Minuten wieder dem alten Muster. Und weil Basel seine wenigen Chancen zu fahrlässig vergab, verwaltete Olten den Vorsprung, bis ein paar Strafen (die meisten gegen Basel) und ein paar kleinere Scharmützel die Emotionen aufseiten der Solothurner zurückbrachten und mit ihnen auch die Lust aufs Toreschiessen. In diesen Phasen zauberte der Leader wie in besten Zeiten und stand dem entscheidenden dritten Treffer mehrmals sehr nahe.

Doppelte Überzahl ungenutzt

Nachdem die Sharks Mitte Schlussdrittel auch die Möglichkeit einer doppelten Überzahl (65 Sekunden) ungenutzt verstreichen liess, war das Spiel eigentlich bereits gelaufen. Doch dann brachten weitere Strafen noch ein einmal ein bisschen Würze und Torszenen zurück – und den Anschlusstreffer durch Julian Schmutz knapp fünf Minuten vor Schluss. Plötzlich hatte Basel mehr vom Spiel, trotz Unterzahl, doch der Siegtreffer gelang Olten.

In diesem Spiel zeigte sich – einmal mehr – der Unterschied zwischen NLB-Spitzenteam und Team aus dem Mittelfeld deutlich. Olten hatte in allen Belangen – Härte, Durchsetzungsvermögen, Präzision, Disziplin, Defensivverhalten, Schüsse – jenen kleinen Vorteil, der ausreichte, um die Basler auf Distanz zu halten, ohne selber restlos zu überzeugen.