Dass die Gäste aus Basel auch das zweite Auswärtsspiel in Kreuzlingen verlieren, konnte man nach den ersten 40 Minuten nicht unbedingt erwarten. Man lag während diesen 40 Minuten immer in Führung, teils mit bis zu drei Toren.

Und das in einem Spiel, das während den gesamten 60 Minuten nie annähernd SPL 1–Niveau aufwies. Was beidseitig an Fehlern, Fehlwürfen und Missverständnissen passierte, war zum Teil erschreckend.

In der ersten, torarmen Halbzeit stand es nach 20 Minuten 4:4, ehe sich die Baslerinnen eine leichte Überlegenheit erarbeiten konnte. Die Mannschaft spielte zumindest in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert und liessen Kreuzlingens Offensivbemühungen oft im Keim ersticken. So ging Basel mit einer 6:8–Führung in die Halbzeitpause.

Auch die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit verliefen ähnlich und Basel lag um 40. Minute herum mit drei Toren in Führung (9:12). Aber innerhalb von wenigen Minuten kippte das Spiel komplett.

Der Ursprung lag in der 41. Minute, als die Baslerinnen zwei völlig unnötige Zwei-Minuten-Strafen einfingen. Kreuzlingen bekam das Spiel in den Griff, bei den Baslerinnen funktionierte gar nichts mehr.

Mit einem 10:4–Lauf in den letzten 20 Minuten brachte sich Kreuzlingen auf die Siegesstrasse. Die Baslerinnen realisierten in diesen 20 letzten Minuten unter anderem zwölf Fehlschüsse, das sagt genug über eine einmal mehr miserable Schlussphase, was allen zu denken geben muss.