Fussball
«Wir bekommen täglich zehn bis zwölf Spieler angeboten»

Die Old Boys steigen in ihre dritte Promotion League-Saison. Neben vielen Veränderungen im Kader steht bei den Baslern ein neuer Sportchef unter Vertrag.

Jeremy Weill
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Die Old Boys wollen diese Saison nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Die Old Boys wollen diese Saison nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Giuseppe Esposito

Ein Jahr nach dem kompletten Umbruch, mit gut zehn Abgängen und ebenso vielen Zuzügen, gibt es bei den Old Boys zwar wieder einige neue Gesichter, der Stamm des Teams wurde aber behalten. Einen wichtigen Zuzug gibt es abseits des Fussballplatzes zu vermelden: Mit Walter Schneider haben die Gelbschwarzen erstmals seit März 2013 einen Sportchef für die erste sowie die zweite Mannschaft und die A-Junioren.

Entlastung für Öztürk

Seit dem damaligen Rücktritt von Christian Schmid übte Rafet Öztürk diese Tätigkeit sozusagen ad-interim aus, allerdings zusätzlich zur Leitung der Nachwuchsabteilung sowie der gesamten OB-Geschäftsstelle. Schneider war zuvor je vier Jahre beim FC Birsfelden und Amicitia Riehen im selben Amt tätig. «Die Förderung und Integration der Junioren ist mir am Wichtigsten», erklärt der 58-Jährige, «bei Birsfelden und Amicitia bestanden die Fanionteams am Ende meiner Amtszeiten zu grossen Teilen aus eigenen Junioren.» Das langfristige Ziel sind circa 50 Prozent vom eigenen Nachwuchs im «Eins». Allerdings seien auch auf diese Saison hin Verpflichtungen von älteren Spielern nötig gewesen, um dem Team eine gewisse Routine zu verleihen.

Sechs neue Spieler

Vor allem in der Defensive – der Problemzone im vergangenen Jahr – hat OB aufgerüstet. Mit dem 34-jährigen Sylvain Meslien (Ex-Ligue 1 bei St. Etienne) und dem 1,94-Meter-Hünen Loic Limanaj kommt das bisherige Innenverteidiger-Duo vom FC St. Louis aus der fünfthöchsten Französischen Liga. Zudem stossen unter anderem mit Maryan Andanov (Wangen bei Olten) und Pape Dieye (SR Delémont) zwei ebenfalls erfahrene Stürmer zum Quartierverein. Goalie Beat Weber und die Ex-FCB-Junioren Kaan Sevinc und Loris Rufatti sind die weiteren Neuzugänge. «Uns wurden im Sommer täglich zehn bis zwölf Spieler angeboten, aber oftmals scheitern Engagements bei den Finanzen», erklärt Walter Schneider, «einen Kofi Nimeley (U17-Weltmeister von 2009, d. Red.) können wir uns nicht leisten.» Dennoch zeigen diese Spielerangebote, dass OB einen guten Ruf besitzt und den wolle man behalten.

Ein Ausbildungsverein, der diese Saison hoffentlich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat.